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24.07.2017

22:41 Uhr

Börse New York

US-Anleger warten auf Geschäftszahlen

Die Wall Street mit ihrem hohen Niveau ist auf der Suche nach Schwung. Die großen Indizes schlossen uneinheitlich. Die US-Anleger legen bei den Bilanzzahlen die Latte hoch – wie sich schon in der zweiten Reihe zeigt.

Auf den Zahlen der großen Titel ruhen die Hoffnungen. AFP; Files; Francois Guillot

Gespannte Über-Schulter-Blicke

Auf den Zahlen der großen Titel ruhen die Hoffnungen.

New YorkDie US-Börsen haben vor den Geschäftszahlen wichtiger Technologiefirmen zum Wochenauftakt keine gemeinsame Richtung gefunden. Händler erhofften sich von den Bilanzen der Google-Mutter Alphabet, die nach Börsenschluss vorgelegt werden sollten, und denen der Internetkonzerne Amazon und Facebook in den kommenden Tagen Impulse. Schon jetzt lägen viele Indizes auf Rekordniveau, sagte Craig Erlam, Marktanalyst beim Onlinebroker Oanda.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer auf 21.513 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,1 Prozent auf 2469 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich dagegen um 0,4 Prozent auf ein Rekordhoch von 6410 Punkten. In Deutschland machten die Kartellvorwürfe gegen Daimler, VW und BMW dem Aktienmarkt zu schaffen. Der Dax rutschte unter Führung der Autowerte um 0,3 Prozent auf 12.208 Punkte ab. Der EuroStoxx50 schloss kaum verändert.

Auf die Stimmung an der Wall Street drückte der überraschend stark gesunkene Eigenheimabsatz in den USA. Vor allem steigende Preise sorgten dafür, dass die Verkäufe bestehender Häuser zum Vormonat um 1,8 Prozent auf eine Jahresrate von 5,52 Millionen fielen, wie der Immobilienmakler-Verband NAR mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem leichteren Rückgang um 1,0 Prozent gerechnet.

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Die innenpolitische Entwicklung in Washington war an der Wall Street dagegen kein größeres Thema. Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, wies vor einem Kongressausschuss eine Verwicklung in die Affäre um die mutmaßliche Einmischung Russlands in den Wahlkampf zurück.

Bei den Einzelwerten schnellten die Aktien des Gesundheitsinformations-Anbieters WebMD Health knapp 20 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen geht für 2,8 Milliarden Dollar an den Finanzinvestor KKR. Die KKR-Papiere ließen dagegen 0,4 Prozent Federn.

Am Mittwoch endet eine zweitägige Sitzung der Fed. Zwar wird nicht mit einem Zinsschritt gerechnet, aber mit Spannung auf mögliche Signale der Währungshüter für eine weitere Straffung der Geldpolitik sowie den Abbau der aufgeblähten Bilanz gewartet.

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