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16.09.2014

22:38 Uhr

Börse New York

US-Anleger werden mutiger

Obwohl die Fed erst morgen ihre Sitzungsergebnisse veröffentlicht, greifen die US-Anleger vermehrt bei Aktien zu. Für Zuversicht sorgen Konjunkturdaten. Sie deuten an, dass die Fed ihre Zinsanhebung verschieben könnte.

Ernste Mienen in New York: Die US-Börsen verlieren im Vorfeld der Veröffentlichung der Fed-Sitzungsergebnisse an Boden. AFP

Ernste Mienen in New York: Die US-Börsen verlieren im Vorfeld der Veröffentlichung der Fed-Sitzungsergebnisse an Boden.

New YorkDie New Yorker Börsen sind am Dienstag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank ins Plus gedreht. Händler verwiesen auf einen Bericht des "Wall Street Journal", wonach es die Federal Reserve mit einer Zinserhöhung weniger eilig haben könnte als es die meisten Marktbeobachter bislang erwarten.

Neue Konjunkturdaten deuteten zuletzt darauf hin, dass die Notenbanker nicht unter verstärktem Zeitdruck stehen, eine Abkehr von der Niedrigzinspolitik einzuleiten. Die US-Erzeugerpreise stagnierten im August und signalisierten einen nur gemäßigten Preisauftrieb. Seit einiger Zeit wird an den Finanzmärkten darüber spekuliert, ob die Fed die Zinswende Mitte 2015 oder früher einläutet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss nach anfänglichen Verlusten 0,6 Prozent höher auf 17.131 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,8 Prozent auf 1998 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,8 Prozent auf 4552 Punkte vor.

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Bei den Einzelwerten verlor die Apple -Aktie knapp ein Prozent. Händler verwiesen auf Medienberichte, wonach die neuen iPhones in China nicht vor Anfang 2015 zu haben sein könnten.

Unter Druck gerieten allerdings vor allem die Titel von Atlantic Power mit einem Einbruch von mehr als 32 Prozent. Der angeschlagene Stromkonzern wechselt seinen Chef aus und kürzt die Dividende um 70 Prozent. Das Management hatte sich zuvor von Überlegungen eines Verkaufs des hoch verschuldeten Unternehmens verabschiedet.

Zu den größten Gewinnern zählten dagegen die Anteilsscheine des Immobilienkonzerns Glimcher Realty mit einem Plus von knapp 30 Prozent. Konkurrent Washington Prime hatte zuvor angekündigt, Glimcher für 4,3 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen.

In Europa gingen die Anleger dagegen auf Abstand zu Aktien. "Es gibt einfach zu viele Ereignisse in dieser Woche mit unsicherem Ausgang, da ist eine vorsichtige Haltung nur vernünftig", sagte ein Händler. Mit Spannung warteten Investoren auf das Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands am Donnerstag.

Dax und EuroStoxx50 verloren jeweils 0,3 Prozent auf 9632,93 und 3221,73 Punkte. Im Gegenzug schossen die Volatilitätsindizes VDax und VStoxx, die die Nervosität der Anleger messen, um jeweils rund zwei Prozent in die Höhe.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 650 Millionen Aktien den Besitzer. 1946 Werte legten zu, 1092 gaben nach und 141 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,86 Milliarden Aktien 1441 im Plus, 1253 im Minus und 135 unverändert.

Die US-Kreditmärkte zeigten sich uneinheitlich. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 3/32 auf 98-7/32. Die Rendite sank auf 2,582 Prozent. Der 30-jährige Bond fiel 5/32 auf 95-26/32 und rentierte mit 3,348 Prozent. Vor dem Zinsentscheid hätten Investoren ihre Portfolios bereinigt, sagten Händler.

Von

rtr

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