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09.10.2012

19:57 Uhr

Börse New York

US-Anleger zurückhaltend vor Quartalszahlen

Kurz vor Beginn der Bilanzsaison zeigen sich die Anleger zögerlich. Die Wall Street schließt im Minus, unter anderem verstimmte die verhaltene Prognose des Internationalen Währungsfonds die Anleger.

Händler an der Wall Street. dapd

Händler an der Wall Street.

New YorkDie Wall Street blickt skeptisch auf die Berichtssaison der Unternehmen. Gedämpfte Erwartungen an den nach Börsenschluss beginnenden Zahlenreigen und Verluste bei den Technologiewerten setzten dem Handel in New York am Dienstag zu. Die verhaltene Prognose des Internationalen Währungsfonds für das weltweite Wirtschaftswachstum sorgte ebenfalls für Skepsis auf dem Parkett. Vor den Quartalszahlen des Aluminiumherstellers Alcoa, die nach Börsenschluss vorgelegt wurden, hielten sich die Investoren zurück. Alcoa eröffnet traditionell den Berichtssaison.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsende mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 13.473 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Leitbarometer zwischen 13.473 - dem Schlussstand - und 13.592 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1441 Punkten, ein Abschlag von rund einem Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,5 Prozent und ging mit 3065 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt schloss der Dax 0,8 Prozent tiefer auf 7234 Punkten. Auch hier setzten die trüben Aussichten für die Weltwirtschaft Anlegern zu.

Nasdaq-Schwergewichte wie Apple, Microsoft und Intel gaben nach und zogen den Index nach unten. Intel verlor 2,7 Prozent. Mindestens zwei Broker-Häuser bewerten den Konzern negativer. Robert W. Baird & Co senkte das Preisziel für den Chiphersteller. Die Experten gehen von einer schwachen Nachfrage für Notebooks aus.

Die in New York gehandelte Aktie des BlackBerry-Herstellers Research In Motion geriet unter die Räder. Das Papier rutschte 5,3 Prozent ab, nachdem ein Analyst warnte, die wichtige Neuauflage des Smartphones könnte es erst Wochen später als erhofft in die Geschäfte schaffen.

Konjunkturbarometer wie FedEx, Caterpillar und Hewlett-Packard haben mit ihren Warnungen wegen des Wirtschaftsabschwungs bereits die Erwartungen an die Berichtssaison gedämpft.

Von der Konjunkturseite erhielten Optimisten keine Unterstützung. Die Gefahr sei keineswegs gebannt, dass die Industrieländer global betrachtet in eine Rezession stürzen könnten, warnte IWF-Chefökonom Olivier Blanchard. Fürs laufende Jahr rechnet der Fonds nur noch mit einem Plus der Wirtschaftsleistung von 3,3 Prozent. Bisher waren 3,5 Prozent in Aussicht gestellt worden. Wegen der allgemeinen Tendenz der letzten Konjunkturdaten seien die Erwartungen an die Bilanzsaison eher gedämpft, sagte Händler Larry Peruzzi von Cabrera Capital Markets in Boston.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 610 Millionen Aktien den Besitzer. 678 Werte legten zu, 2327 gaben nach und 100 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,63 Milliarden Aktien 542 im Plus, 1932 im Minus und 100 unverändert.

Von

rtr

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