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09.07.2015

23:08 Uhr

Börse New York

US-Börsen erholen sich dank China und Fed

Die chinesischen Aktienmärkte haben sich dank des Eingreifens der Regierung erholt. Das hat die US-Anleger ebenso angefeuert wie die Fed-Protokolle. Auch der Beginn der Berichtssaison bringt Bewegung an die Börse.

Im Rampenlicht stand der Kosmetikkonzern Coty: Das von der deutschen Unternehmerfamilie Reimann kontrollierte Unternehmen kauft den Shampoohersteller Wella. dpa

NYSE

Im Rampenlicht stand der Kosmetikkonzern Coty: Das von der deutschen Unternehmerfamilie Reimann kontrollierte Unternehmen kauft den Shampoohersteller Wella.

New YorkDie Wall Street hat am Donnerstag von der Erholung der chinesischen Börsen profitiert. Händler Randy Frederick vom Finanzmakler Charles Schwab verwies auf das sechsprozentige Kursplus des Marktes in Shanghai, erinnerte aber zugleich daran, dass viele Aktienbesitzer dort von den Behörden vorübergehend an Verkäufen gehindert werden. Die chinesische Regierung hat drastische Schritte beschlossen, um den Kursrutsch der vergangenen Wochen zu stoppen.

Manche Anleger halten es für möglich, dass die US-Notenbank (Fed) die bevorstehende Zinsanhebung aufschieben wird. Dies folgerten sie aus dem Sitzungsprotokoll des Fed-Treffens im Juni. Viele Notenbanker um Fed-Chefin Janet Yellen wollen demnach zunächst weitere Hinweise auf eine Festigung der Wirtschaft sehen.

An der New Yorker Börse (Nyse) lief der Handel nach der fast vierstündigen Unterbrechung am Mittwoch diesmal ohne Probleme. Die Betreibergesellschaft gab nun bekannt, Hintergrund der Panne sei eine Softwareumstellung gewesen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent im Plus auf 17.548 Punkten, nachdem er im Verlauf zwischen 17.530 und 17.764 Stellen gependelt war. Auch der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,2 Prozent auf 2051 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 0,3 Prozent auf 4922 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 2,3 Prozent bei 10.996 aus dem Handel.

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Der US-Aluminiumkonzern Alcoa gab am Vorabend traditionell den Startschuss für die Wochen der Bilanzvorlagen. Das Unternehmen konnte seine Ergebnisse im zweiten Quartal trotz fallender Rohstoffpreise etwas verbessern. Der vor allem durch steigende Exporte Chinas gesunkene Aluminiumpreis machte zwar zu schaffen. Profitieren konnte Alcoa dagegen von der starken Nachfrage der Auto- und Flugzeugindustrie. Die tags zuvor um gut 5 Prozent gefallene Aktie konnte von ihren zeitweise deutlichen Gewinnen allerdings nur 0,86 Prozent verteidigen.

Die Anteile des Getränkeriesen Pepsi verloren nach Geschäftszahlen gar 1 Prozent. Im Technologiebereich profitierten IBM mit plus 0,42 Prozent von einem Durchbruch bei der Entwicklung noch deutlich leistungsstärkerer Computerchips, der einer Forschungsallianz um den Computerriesen gelang.

Coty sticht Henkel aus: Die Reimanns machen bei Wella das Rennen

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Henkel hat bei Wella das Nachsehen. Der Konsumgüterriese Procter & Gamble verkauft seine Kosmetikmarken für 11 Milliarden Euro an den US-Konzern Coty, hinter dem eine deutsche Milliardärsfamilie steckt.

Im Rampenlicht stand zudem der Parfüm- und Kosmetikkonzern Coty, der nach anfänglichen Kursgewinnen tief ins Minus rutschte und 4,7 Prozent tiefer tendierte. Das von der deutschen Unternehmerfamilie Reimann kontrollierte Unternehmen kauft den Shampoohersteller Wella sowie Dutzende andere Marken von Procter & Gamble (P&G) und setzt sich damit gegen den Henkel durch. P&G-Titel gaben 0,4 Prozent nach.

Die Aktien von T-Mobile US legten 0,8 Prozent zu. Die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom gewann im zweiten Quartal unter dem Strich 2,1 Millionen Kunden hinzu. Im Werben um neue Kundschaft zeigen Preisnachlässe zunehmend Wirkung.

Der Euro fiel etwas zurück auf 1,1031 Dollar. An der New York Stock Exchange wechselten rund 820 Millionen Aktien den Besitzer. 1773 Werte legten zu, 1281 gaben nach und 136 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,84 Milliarden Aktien 1757 im Plus, 997 im Minus und 155 unverändert.

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