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30.11.2016

22:38 Uhr

Börse New York

US-Börsen finden keine klare Richtung

Mit der Einigung des Opec-Kartells auf eine Fördergrenze ist der erste Schritt für eine Ölpreis-Stabilisierung getan. Er stieg über die Marke von 50 Dollar. Die wichtigen Indizes schließen dennoch uneinheitlich.

Die Opec treibt den rohstofflastigen Dow-Jones in neue Höhen. Reuters

Händler bei der Arbeit

Die Opec treibt den rohstofflastigen Dow-Jones in neue Höhen.

New YorkTrotz des kräftigen Preisanstiegs an den Ölmärkten hat die Wall Street am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Die Hoffnung auf eine Drosselung der Ölförderung verhalf dem Ölpreis zum größten Kurssprung seit mehr als einem Dreivierteljahr. Das trieb die Aktien großer Energiekonzerne. Papiere der Airlines mussten dagegen Federn lassen.

Die Opec hat erstmals seit 2008 eine Förderkürzung beschlossen und damit den Ölpreis über die psychologisch wichtige Marke von 50 Dollar getrieben. Die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Staaten stimmten bei ihrer Sitzung in Wien der Grundsatzvereinbarung vom September zu. Damals verständigten sich die oft zerstrittenen 14 Länder des Kartells auf eine Drosselung der Förderung auf 32,5 Millionen Barrel pro Tag von derzeit 33,6 Millionen Fass. Der Ölpreis steht seit 2014 wegen eines Überangebots unter Druck.

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Der Dow Jones ist erstmals über 19.000 Punkte gesprungen. Investoren kaufen derzeit euphorisch US-Aktien – und ignorieren die Warnungen von Ökonomen. Ist die Rally überzogen? Alles eine Frage der Wahrnehmung.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte trat zuletzt bei 19.123 Punkten auf der Stelle. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,3 Prozent auf 2198 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 1,1 Prozent auf 5323 Punkte. Im Monatsvergleich verbesserte sich der Dow um 5,4 Prozent, der S&P um 3,4 Prozent und der Nasdaq um 2,6 Prozent.

Einen positiven Vorgeschmack auf die amtlichen Daten vom US-Arbeitsmarkt lieferte die Umfrage des Arbeitsvermittlers ADP unter privaten Firmen. Demnach haben die US-Unternehmen im November deutlich mehr Stellen geschaffen als erwartet. Die Konsumausgaben im Oktober waren mit plus 0,3 Prozent zwar niedriger als erwartet. Doch sprachen Analysten von robusten Zahlen. „An einer Zinserhöhung durch die Fed Mitte des Dezember dürfte kein Zweifel aufkommen“, fasste ein Börsianer zusammen.

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Unter den Einzelwerten sorgte weiter Praxair für Gesprächsstoff: Der US-Industriegase-Hersteller nimmt einen neuen Anlauf zum Zusammenschluss mit dem deutschen Konkurrenten Linde. Praxair-Aktien ließen 1,5 Prozent Federn, nachdem sie am Dienstag rund drei Prozent gewonnen hatten.

GoPro stiegen um 1,5 Prozent. Der Actionkamera-Hersteller hatte einen Stellenabbau und die Schließung seiner Entertainment-Sparte angekündigt.

Vor allem Konzerne wie Chevron und Exxon profitierten von den steigenden Ölpreisen. Chevron-Papiere verteuerten sich um zwei Prozent und Exxon um 1,6 Prozent. Die Aussicht auf anziehende Kerosin-Kosten machten Fluggesellschaften dagegen zu schaffen. American, Delta und United gaben jeweils etwa ein Prozent nach.

In Frankfurt ging der Dax 0,2 Prozent höher auf 10.640 Punkten aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent fester bei 3051 Zählern. Das nahende „Renzirendum“ in Italien verhinderte allerdings größere Kursgewinne an den europäischen Aktienmärkten, sagten Experten. Die Italiener stimmen am Sonntag über eine Verfassungsreform ab. Bei einem „Nein“ befürchten Börsianer den Sturz des Ministerpräsidenten Matteo Renzi. Eine Regierungskrise könnte es den Banken erschweren, dringend benötigtes frisches Kapital einzusammeln. „Italien ist wirtschaftlich verletzbar und kann die Turbulenzen nicht gebrauchen“, betonte die Nordea Bank.

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Die Hoffnung auf eine ähnliche Entwicklung an den US-Börsen wie zu Ronald Reagans Zeiten treibt die Aktien-Kurse in den USA. Doch der Vergleich hinkt gleich vierfach, Anleger blenden bedeutende Unterschiede aus.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,61 Milliarden Aktien den Besitzer. 1177 Werte legten zu, 1797 gaben nach und 122 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von zwei Milliarden Aktien 1012 im Plus, 1829 im Minus und 204 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 17/32 auf 96-26/32. Die Rendite stieg auf 2,363 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 1-12/32 auf 97-5/32 und rentierte mit 3,021 Prozent. Händler erklärten die Abschläge mit der Erwartung einer höheren Inflation nach dem starken Ölpreisanstieg.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Herr Max Marx

30.11.2016, 17:25 Uhr

Der DAX wird im Windschatten folgen. Die Obama Stagnation ist vorbei .... Merkel wird folgen.

Account gelöscht!

30.11.2016, 17:33 Uhr

Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

Account gelöscht!

30.11.2016, 17:45 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

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