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14.07.2015

23:24 Uhr

Börse New York

US-Börsen klettern trotz schwacher Konjunkturdaten

Gefallene Einzelhandelsumsätze verunsichern die Wall Street. Gleichzeitig bringt die Bilanzsaison robuste Quartalszahlen. So geht es am Ende bergauf. Im Fokus der Anleger stand am Dienstag auch der Ölpreis.

Wann gibt die Fed das Startsignal zur Wende? dpa

Broker in New York

Wann gibt die Fed das Startsignal zur Wende?

New YorkDie US-Börsen haben am Dienstag trotz unerwartet schwacher Konjunkturdaten zugelegt. Der Umsatz der US-Einzelhändler ging im Juni überraschend zurück. Das schürte Sorgen, dass die US-Wirtschaft zum Ende des zweiten Quartals an Fahrt verloren hat. Unterstützung erhielt der Markt jedoch von robusten Unternehmenszahlen und Fusionen.

Analysten nahmen die Daten unterschiedlich auf: Die Experten der Deutschen Bank gehen weiter von einem solidem Konjunkturwachstum aus. An der Erwartung, dass die US-Notenbank Fed bereits im September mit Leitzinsanhebungen beginnen könnte, dürften die Zahlen aus ihrer Sicht wenig geändert haben.

Volkswirt Ralf Umlauf von der Helaba sagte dagegen: „Die Zahlen enttäuschen und so dürfte die ohnehin kaum vorhandene Zinserhöhungserwartung weiter reduziert werden.“ Die Themen China und Griechenland traten derweil wieder in den Hintergrund. Die in den USA gehandelten Aktien der National Bank of Greece gingen mit einem Minus von fünf Prozent aus dem Handel.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 18.053 Punkten - über der psychologisch wichtigen Marke von 18.000 Punkten, die er im Juli erstmals übersprungen hatte. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,5 auf 2109 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,7 Prozent auf 5105 Punkte vor. In Frankfurt beendete der Dax den Handel mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 11.516,90 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg 0,5 Prozent auf 3607,19 Zähler.

Bei den Einzelwerten an der Wall Street legten die Aktien der Großbank JPMorgan 1,4 Prozent zu. Das Geldhaus verdiente im zweiten Quartal dank Kostensenkungen und geringerer Sonderlasten mehr. Die größte Hypothekenbank Wells Fargo verdiente dagegen bereits das zweite Quartal in Folge weniger, die Aktien verteuerten sich dennoch um 0,9 Prozent.

Die Aussicht auf eine 23 Milliarden Dollar schwere Offerte eines chinesischen Konkurrenten beflügelten die Papiere des Chipherstellers Micron. Es wäre die bisher größte Übernahme eines US-Konzerns durch ein chinesisches Unternehmen. Die Micron-Aktien legten mehr als elf Prozent zu.

Der Dow-Wert Johnson & Johnson enttäuschte hingegen die Börsianer: Die Aktie quittierte die Quartalsbilanz mit einem Minus von 0,49 Prozent am Dow-Ende. Der starke Dollar hatte beim US-Konzern erneut auf die Bilanz gedrückt. Dennoch traut sich der Anbieter von Medikamenten und Medizintechnik sowie Hygieneartikel und Pflegeprodukte im laufenden Jahr mehr zu und erhöhte die Jahres-Gewinnprognose.

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