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29.07.2016

01:54 Uhr

Börse New York

US-Börsen kommen nach Bilanz-Vorlagen kaum vom Fleck

Die Rekordjagt der vergangenen Wochen wurde am Donnerstag durch Bilanz-Vorlagen gebremst. Die US-Börsen haben den Handel uneinheitlich beendet. Bei Facebook ließen florierende Werbe-Einnahmen den Gewinn sprudeln.

Viele US-Unternehmen informieren Ende Juli über ihre Quartalsergebnisse. AP

Aktienhändler an der Wall Street

Viele US-Unternehmen informieren Ende Juli über ihre Quartalsergebnisse.

New YorkDie Wall Street ist nach der Rekordjagd der vergangenen Wochen am Donnerstag kaum vom Fleck gekommen. „Wenn es immer nur in die eine Richtung geht, ist es Zeit für eine Konsolidierung oder eine kleine Rast“, sagte Stratege David Donabedian vom Vermögensverwalter Atlantic Trust Private Wealth Management.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 18.456 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg dagegen 0,2 Prozent auf 2170 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,3 Prozent auf 5154 Punkte vor.

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Bei den Einzelwerten verteuerten sich Facebook -Aktien um 1,3 Prozent. Wie schon zu Jahresanfang verdreifachte das weltgrößte Online-Netzwerk dank sprudelnder Werbeeinnahmen den Nettogewinn auch im zweiten Quartal. Bilanzen von Google und Amazon wurden nach Börsenschluss erwartet.

Überraschend schwache Quartalszahlen setzten unterdessen Ford unter Druck. Die Aktien des Autobauers brachen um mehr als acht Prozent ein. Die Anteilsscheine des Konkurrenten General Motors (GM) ließen 3,2 Prozent Federn. Bei FiatChrysler betrug das Minus 4,8 Prozent.

Den Rückgang der Ölpreise bekamen die Konzerne Exxon und Chevron zu spüren. Die Titel verloren 0,8 Prozent beziehungsweise 0,5 Prozent.

Auch die Anteilsscheine von Whole Foods Market gerieten stark unter Druck und büßten rund 9 Prozent ein. Damit waren sie das Schlusslicht im S&P 500. Die Biosupermarktkette hatte beim Umsatz enttäuscht.

Für die Papiere des Düngemittelkonzerns Potash ging es um mehr als 7 Prozent nach unten. Der mit der gescheiterten Kaufofferte für den ehemaligen Dax-Konzern K+S bekannt gewordene kanadische Konkurrent hatte seine Prognose erneut gesenkt.

Der Kreditkarten-Anbieter Mastercard hatte im zweiten Quartal von der Kauflaune seiner Kunden profitiert und überraschend viel Geld verdient. Für die Aktien ging es um rund 2,5 Prozent nach oben. Der Actionkamera-Spezialist GoPro stellte nach einer Durststrecke einen Gewinn im anstehenden Weihnachtsgeschäft in Aussicht. Die Anleger zeigten sich begeistert und die Anteilsscheine zogen um gut 12,5 Prozent an.

Am Dow-Ende fielen die Aktien des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns Boeing um mehr als 2 Prozent, nachdem sie zur Wochenmitte noch von ihren Quartalszahlen profitiert hatten. Bester Wert im Index waren - wie schon am Mittwoch - die Papiere von Apple, die um gut 1 Prozent stiegen. Auch der iPhone-Hersteller hatte die Anleger mit seinem Zahlenwerk überzeugt.

Europas Börsen ging nach den jüngsten Kursgewinnen die Puste aus. In Frankfurt verlor der Dax 0,4 Prozent auf 10.274 Punkte. An den Börsen in Madrid und Mailand ging es noch deutlicher abwärts. Der EuroStoxx50 fiel um 1,1 Prozent.

Der Eurokurs stand zuletzt bei 1,1078 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor nach guten Signalen zur Wirtschaft der Eurozone auf 1,1090 (Mittwoch: 1,0991) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9017 (0,9098) Euro.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 880 Millionen Aktien den Besitzer. 1521 Werte legten zu, 1427 gaben nach und 154 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,93 Milliarden Aktien 1337 im Plus, 1511 im Minus und 168 unverändert.

Die US-Kreditmärkte bewegten sich wenig. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 3/32 auf 101-3/32. Die Rendite sank auf 1,5044 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 1/32 auf 105-29/32 und rentierte mit 2,2276 Prozent.

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