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27.07.2016

22:23 Uhr

Börse New York

US-Börsen nach Fed-Entscheid uneinheitlich

Die Fed äußerte sich optimistisch zu Wirtschaftsentwicklung und plant deshalb eine Zinserhöhung. Die Anleger verhielten sich am Mittwoch abwartend. Apple-Aktien legten zu, während Twitter-Anteilsscheine deutlich nachgaben.

Schwache Geschäftszahlen einiger Großkonzerne verhinderten eine Fortsetzung der Rekordjagd. AP

New York Stock Exchange

Schwache Geschäftszahlen einiger Großkonzerne verhinderten eine Fortsetzung der Rekordjagd.

New York/FrankfurtDie US-Börsen haben sich nach dem Fed-Zinsentscheid uneinheitlich präsentiert. Allerdings gab es weder nach oben noch nach unten größere Ausschläge. Die US-Notenbank entschied sich am Mittwoch gegen eine Zinserhöhung, hält sich die Tür dafür aber offen. Gleichzeitig schlugen die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen einen optimistischeren Ton zur wirtschaftlichen Entwicklung der USA an. Schwache Geschäftszahlen einiger Großkonzerne verhinderten eine Fortsetzung der Rekordjagd.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte trat mit 18.472 Punkten auf der Stelle. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,1 Prozent auf 2166 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte dagegen 0,6 Prozent auf 5139 Stellen vor.

Bei den Einzelwerten waren die Aktien von Apple im Aufwind. Sie legten 6,5 Prozent zu. Der Konzern setzte im Frühjahr mehr iPhones ab als gedacht. Zudem sank der Umsatz nicht ganz so stark wie von Analysten erwartet.

Auf der Verliererseite standen hingegen Twitter -Anteilsscheine mit einem Minus von mehr als 14 Prozent. Der Online-Kurznachrichtendienst hatte im zweiten Quartal die wachsende Konkurrenz von Rivalen wie Snapchat und Instagram zu spüren bekommen und das geringste Umsatzwachstum seit dem Börsengang im Jahr 2013 verbucht.

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Auch Coca-Cola-Aktien standen unter Druck. Sie gaben gut drei Prozent nach, nachdem der Umsatz des Getränke-Konzerns das fünfte Quartal in Folge gefallen war.

Für negative Impulse sorgte zudem der erneut sinkende Ölpreis. Den Daten des US-Branchendienstes API zufolge sind die Rohölbestände in den USA in der vergangenen Woche überraschend wenig gesunken, was den Preis zeitweilig um etwa drei Prozent auf ein Zwei-Monats-Tief drückte.

Die europäischen Börsen setzten ihren Erholungskurs trotz enttäuschender Zahlen der Deutschen Bank fort. Der Dax kletterte um 0,7 Prozent schloss mit 10.319 Punkten erstmals wieder über dem Niveau unmittelbar vor dem Brexit-Referendum über den Ausstieg Großbritanniens aus der EU. Der EuroStoxx50 stieg ebenfalls um 0,7 Prozent auf 2999 Zähler. Der Londoner Auswahlindex FTSE legte 0,4 Prozent zu auf 6750 Stellen - der höchste Stand seit etwa einem Jahr.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 990 Millionen Aktien den Besitzer. 1385 Werte legten zu, 1599 gaben nach und 140 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,11 Milliarden Aktien 1652 im Plus, 1200 im Minus und 191 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt und legten leicht zu. Die zehnjährigen Papiere stiegen um 15/32 auf 101-2/32. Sie rentierten mit 1,507 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen um 15/32 auf 106-5/32 und hatten eine Rendite von 2,216 Prozent.

Von

rtr

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