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07.05.2012

22:47 Uhr

Börse New York

US-Börsen nach Wahlen in Europa fast unverändert

Auch in den USA verfolgten die Börsianer die Sparmüdigkeit der Franzosen und Griechen mit Sorge. Die Furcht vor einer Abkehr vom Sanierungskurs nach den Wahlen drückte aber nicht dauerhaft die Kurse.

Auch die Händler in New York müssen derzeit mit sinkenden Kursen vorliebnehmen. dapd

Auch die Händler in New York müssen derzeit mit sinkenden Kursen vorliebnehmen.

New YorkDie Händler an der Wall Street haben am Montag eher entspannt auf den Wahlausgang in Frankreich und Griechenland reagiert. Die wichtigsten Indizes erholten sich weitgehend von den moderaten Verlusten zu Handelsbeginn.

Dass Francois Hollande neuer Präsident Frankreichs wird und die griechischen Wähler zu den Parteien überlaufen, die den Sparkurs ablehnen, war erwartet worden. Zu den größten Gewinnern gehörten die Finanztitel, sie sonst sehr empfindlich auf Nachrichten rund um die europäische Schuldenkrise reagieren.

"Wir schlagen uns angesichts der Wahlergebnisse und des Fehlens einer politischen und finanziellen Ordnung in der Europäischen Union sehr gut", sagte Peter Kenny von Knight Capital. "Wir haben noch immer die Wirtschaftserholung, und es gibt noch immer genügend positive Aspekte."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Abschlag von 0,2 Prozent bei 13.008 Punkten. Im Tagesverlauf pendelte er zwischen 12.970 und 13.049 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss nahezu unverändert bei 1369 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,1 Prozent zu auf 2957 Punkte zu. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 6569 Punkten.

Nur wenige Impulse kamen von den Unternehmen. Die meisten Berichte über das Quartal liegen bereits vor. Obwohl fast 70 Prozent der im S&P notierten Konzerne bessere Geschäfte gemacht haben als erwartet, hat der Index die vergangene Woche mit dem größten Verlust seit Jahresbeginn abgeschlossen.

Der Kurs von Tyson Foods legte am Montag um 0,6 Prozent zu. Der größte Fleischverarbeiter der USA übertraf mit seinem Ergebnis im zweiten Geschäftsquartal die Schätzungen der Analysten.

Recht deutlich konnten viele Finanztitel zulegen, allen voran die Bank of America. Die Aktie gewann rund 2,8 Prozent. Auch die Papiere von Goldman Sachs gehörten zu den Gewinnern und notierte knapp ein Prozent im Plus.

Ein Durchbruch bei einer klinischen Studie bescherte dem Pharmahersteller Vertex Pharmaceuticals ein Kursfeuerwerk. Die Aktie sprang über 55 Prozent in die Höhe.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 750 Millionen Aktien den Besitzer. 1608 Werte legten zu, 1368 gaben nach und 128 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Milliarden Aktien 1369 im Plus, 1125 im Minus und 133 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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puenktli

07.05.2012, 23:18 Uhr

War das alles wirklich erwartet und in die Märkte eingespeist worden?? Oder müsste man eher fragen: Wie viele Milliärdchen sind diesmal verheizt worden, um die Ruhe zu suggerieren?

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