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03.05.2013

00:58 Uhr

Börse New York

US-Börsen nach Zinsentscheid im Plus

Die US-Indizes verabschiedeten sich geschlossen im Plus. Die jüngste Zinsentscheidung der EZB sorgte an der Wall Street für Optimismus. Zu den größten Gewinnern zählten die Aktien von General Motors und Facebook.

Händler an der NYSE: Im Fokus stand heute der Zinsentscheid der EZB. Überraschend positive Daten vom US-Arbeitsmarkt gingen dadurch völlig unter. ap

Händler an der NYSE: Im Fokus stand heute der Zinsentscheid der EZB. Überraschend positive Daten vom US-Arbeitsmarkt gingen dadurch völlig unter.

New YorkDie Zinssenkung der Europäischen Zentralbank und erfreuliche Nachrichten vom Arbeitsmarkt haben am Donnerstag die Wall Street beflügelt. Beides stärke die Hoffnungen auf eine Erholung der lahmenden Wirtschaft beiderseits des Atlantiks, sagten Börsianer. "Das ist ein ermutigender Schritt der EZB, um der Erholung in der Euro-Zone Beine zu machen", kommentierte etwa Rick Meckler vom Hedgefonds LibertyView Capital Management LLC den Beschluss der Zentralbanker, den Leitzins um einen Viertelpunkt auf das Rekordtief von 0,5 Prozent zu senken. Auch eine Reihe positiver Unternehmenszahlen sorgten für gute Stimmung unter den Anlegern - so überzeugten unter anderem die Bilanzen von Facebook, General Motors und Visa.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,9 Prozent auf 14.831 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,9 Prozent auf 1597 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 1,3 Prozent auf 3340 Stellen. Angesichts der Aussichten auf eine weiterhin lockere EZB-Geldpolitik schloss der Dax 0,6 Prozent fester bei 7961,71 Zählern.

Wie der Wall-Street-Handel lief

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Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe fiel mit 324.000 überraschend gering aus - es war der niedrigste Stand seit fünf Jahren. Wie es um die Entwicklung am Arbeitsmarkt im April bestellt war, dürfte am Freitag der offizielle Jobbericht der Regierung zeigen, auf den viele Anleger bereits mit Spannung warteten. Zuletzt lag die US-Arbeitslosenquote bei 7,6 Prozent.

Bei den Firmenwerten stachen General Motors heraus. Der größte US-Autobauer konnte einen unerwartet guten Geschäftsbericht präsentieren, weil er im Europa-Geschäft weniger Verlust machte als befürchtet. Die Aktie der Opel-Mutter legte 3,2 Prozent zu.

Auch mit den Zahlen von Facebook waren die Anleger zufrieden, so dass die Aktie sich um 5,6 Prozent verteuerte. Hier zeigte sich vor allem die Erleichterung darüber, dass das soziale Netzwerk den Sprung in das Zeitalter der mobilen Geräte endlich zu schaffen scheint und auch hier zunehmend Geld mit Werbung verdient. Ein weiteres Glanzlicht waren die Aktien von Visa, die nach guten Geschäftszahlen mehr als sechs Prozent zulegten.

Weniger begeistert waren die Investoren dagegen von dem Chefwechsel bei Intel. Der neue Chef Brian Krzanich kommt entgegen der Hoffnung einiger Analysten aus den Reihen des weltgrößten Chipherstellers. Deshalb kamen die Aktien des Konzerns trotz der insgesamt guten Stimmung kaum vom Fleck.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,68 Milliarden Aktien den Besitzer. 2280 Werte legten zu, 716 gaben nach und 97 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Milliarden Aktien 1872 im Plus, 608 im Minus und 87 unverändert.

Von

rtr

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