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19.03.2014

22:54 Uhr

Börse New York

US-Börsen reagieren enttäuscht auf Fed-Kurs

Die Wall Street ging nach den Fed-Entscheidungen mit Verlusten aus dem Tag. Die Aussicht auf stärkere Zinsanhebungen gelten als schlecht für den Aktienmarkt - auch die Ukraine drückt weiter auf die Stimmung.

Die US-Börsen warten gebannt auf die nächsten Schritte der Zentralbank Fed. Diese ihre ultralockere Geldpolitik weiter drosseln. dpa

Die US-Börsen warten gebannt auf die nächsten Schritte der Zentralbank Fed. Diese ihre ultralockere Geldpolitik weiter drosseln.

New YorkDie US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat am Mittwoch eine unerwartet zügige Straffung der Geldpolitik angedeutet und damit für Kursverluste an der Wall Street gesorgt. Die Notenbanker gehen im Schnitt davon aus, dass die Zinsen kräftiger angehoben werden müssen als bislang angepeilt. Diese Aussicht gilt als schlechte Nachricht für den Aktienmarkt. Wie erwartet drosselt die Notenbank zudem ihre milliardenschweren Geldspritzen für die Wirtschaft weiter. Das monatliche Volumen der Ankäufe von Staatsanleihen und Hypotheken-Papieren wird um zehn auf 55 Milliarden Dollar verringert. Den Leitzins beließ die Fed auf dem historisch niedrigen Niveau von null bis 0,25 Prozent.

Auch die Entwicklungen in der Ukraine drückten auf die Stimmung. Händler fürchten, dass sich der Konflikt um die Krim zuspitzen könnte. Russland baut seine militärische Kontrolle über die Halbinsel aus, nachdem Präsident Wladimir Putin am Dienstag die Eingliederung des Gebiets in die russische Föderation besiegelt hatte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent schwächer bei 16.222 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 16.126 und 16.363 Stellen geschwankt hatte. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 0,6 Prozent auf 1860 Zähler ein.

Der Index der Technologiebörse Nasdaq verabschiedete sich ebenfalls 0,6 Prozent schwächer auf 4307 Stellen. In Frankfurt hatte sich der Dax vor Bekanntgabe des Fed-Entscheids 0,4 Prozent höher bei 9277 Punkten verabschiedet.

Bei den Einzelwerten standen die Aktien des Software-Konzerns Oracle im Fokus. Das Unternehmen konnte zwar Gewinn und Umsatz steigern, aber nicht so stark wie von Analysten erwartet. Die Aktien erholten sich dennoch von kräftigen Kursverlusten zu Handelsanfang und gingen nur noch 0,7 Prozent tiefer aus dem Handel. Adobe -Papiere gehörten trotz unerwartet guter Geschäftszahlen mit einem Minus von 1,3 Prozent zu den Verlierern. Auch FedEx konnte bei seiner Bilanzvorlage die Börsianer nicht ganz überzeugen, die Aktien büßten minimal an Wert ein. JPMorgan verkauft das Geschäft mit physischen Rohstoffen an das Schweizer Handelshaus Mercuria. Die Papiere des US-Geldhauses notierten 0,4 Prozent höher.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,66 Milliarden Aktien den Besitzer. 750 Werte legten zu, 2288 gaben nach und 108 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,99 Milliarden Aktien 927 im Plus, 1689 im Minus und 143 unverändert.

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Von

rtr

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