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03.12.2014

23:31 Uhr

Börse New York

US-Börsen schließen fester

Gute Wirtschaftsdaten sorgen an der Wall Street für Gewinne. Wegen des etwas höheren Ölpreises waren vor allem Energiewerte gefragt. Gespannt warten Investoren nun auf die Zinssitzung der EZB am Donnerstag.

Die Händler an der Wall Street warten auf Bewegung an den Märkten. AFP

Die Händler an der Wall Street warten auf Bewegung an den Märkten.

New YorkGute Nachrichten aus der US-Wirtschaft haben der Wall Street am Mittwoch zu Gewinnen verholfen. Der Dow und der S&P 500 erreichten zum Handelsschluss neue Höchststände. Vor allem bessere Geschäfte im Dienstleistungssektor stützten den Markt.

Im Verlauf sorgte zudem der Konjunkturbericht der Fed für Zuversicht. Dem „Beige Book“ zufolge läuft die heimische Wirtschaft weiter rund. Im Aufwind eines etwas höheren Ölpreises waren in New York Energiewerte besonders gefragt. Die Aufmerksamkeit der Investoren richtete sich schließlich auf die am Donnerstag anstehenden Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB).

Konjunkturindikatoren

ifo-Index

Der international beachtete Index basiert auf einer Befragung von etwa 7000 Unternehmen aus Bau, Einzelhandel und Industrie. In einem Fragebogen beurteilen sie ihre gegenwärtige Geschäftslage sowie die Erwartungen für die Zukunft. Beide werden im Geschäftsklima zusammengefasst. Der Index ergibt sich aus dem Saldo der Antworten gut und schlecht.

ZEW-Konjunkturerwartungen

Der vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) herausgegebene Index beruht auf der Befragung von 350 Analysten und Finanzmarktexperten. Sie geben dabei ihre Einschätzung über die künftige Wirtschaftsentwicklung ab. Der Index zur mittelfristigen Konjunkturentwicklung ergibt sich aus der Differenz der positiven und negativen Erwartungen über die künftige Wirtschaftsentwicklung. Er wird zur Monatsmitte erhoben.

Einkaufsmanagerindex

Wird von der britischen Forschergruppe Markit erhoben. Er beruht für Deutschland auf Umfragen unter Einkaufsmanagern von 500 repräsentativ ausgewählten deutschen Industrieunternehmen. Bestandteile des Index sind Auftragseingänge, Preise und Beschäftigung. Der Index hat einen relativ kurzen Vorlauf gegenüber der Produktion.

Baltic Dry Index (BDI)

Der BDI ist ein Preisindex für die Verschiffungskosten wichtiger Rohstoffe wie Stahl, Eisenerz, Kohle und Getreide auf Standardrouten. Er wird durch das Angebot an frei stehendem Schiffsladeraum und die Hafenkapazitäten beeinflusst. Da Rohstoffe als Vorprodukte am Anfang der Wertschöpfungskette stehen, ist der BDI ein guter Frühindikator für die Weltkonjunktur.

GfK-Konsumklima

Der GfK-Konsumklimaindex soll die Konsumneigung der Privathaushalte abbilden. Hierfür befragt das Institut monatlich 2000 repräsentativ ausgewählte Personen über ihr Anschaffungs- und Sparneigung auf Sicht von 12 Monaten sowie über ihre Erwartungen zur Gesamtwirtschaftlichen Situation.

Geldmenge M1

Das Geldmengenaggregat M1 umfasst den Bargeldumlauf und Sichteinlagen (jederzeit verfügbare Einlagen, zum Beispiel auf Girokonten). Sie ist ein Indikator für die Transaktionshäufigkeit in einer Volkswirtschaft. Steigt die Geldmenge M1, so wird in der Regel auch mehr gekauft.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte zwischen einem Hoch von 17.924 und einem Tief von 17.855 Punkten. Er schloss mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 17.912 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,4 Prozent zu auf 2074 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,4 Prozent auf 4774 Stellen.

In Frankfurt ging der Dax 0,4 Prozent fester mit 9971 Punkten aus dem Handel. Der Ölpreis zog an. So notierte WTI mit 67,39 Dollar je Barrel 0,8 Prozent höher.

Der Euro gab weiter nach auf 1,2310 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2331 (Dienstag: 1,2424) Dollar festgesetzt. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen legten um 3/32 Punkte auf 99 23/32 Punkte zu. Die Rendite betrug 2,28 Prozent.

Wie der Wall Street-Handel lief

Gute Wirtschaftsdaten stützen den Markt

Wie der Wall Street-Handel lief: Gute Wirtschaftsdaten stützen den Markt

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Der S&P-Energiesektor-Index legte 1,2 Prozent zu. Cimarex Energy wurde gut fünf Prozent höher gehandelt, Diamond Offshore verteuerte sich um knapp vier Prozent.

Die Modekette Abercrombie & Fitch schloss 3,5 Prozent im Plus. Zuletzt brach zwar das Geschäft ein, doch der Konzern stellte bessere Geschäfte in Aussicht.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 775 Millionen Aktien den Besitzer. 2011 Werte legten zu, 1079 gaben nach und 110 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Milliarden Aktien 1677 Titel im Plus, 1037 im Minus und 138 unverändert.

Die US-Kreditmärkte standen im Zeichen der EZB-Sitzung, die Bondpreise änderten sich nur wenig. So legten die zehnjährigen Staatsanleihen um 1/32 auf 99-23/32 zu. Sie rentierten mit 2,28 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen um 11/32 auf 100-08/32 und hatten eine Rendite von 2,99 Prozent.

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