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11.10.2013

22:41 Uhr

Börse New York

US-Börsen schließen freundlich

Die Annäherung zwischen Republikanern und Demokraten stimmt die Anleger weiter optimistisch. Nachdem sie das satte Kursplus verarbeitet hatten, greifen sie zu. Verlierer ist die Modekette GAP.

Viel Trubel an der Wall Street. Die Zahlungsfähigkeit der USA stehen auf dem Spiel. Der Stichtag rückt immer näher. Bei einigen Händlern macht sich Nervosität bemerkbar. ap

Viel Trubel an der Wall Street. Die Zahlungsfähigkeit der USA stehen auf dem Spiel. Der Stichtag rückt immer näher. Bei einigen Händlern macht sich Nervosität bemerkbar.

New YorkDie Hoffnung auf eine Annäherung im US-Haushaltsstreit hat die Wall Street am Freitag beflügelt. Weit aus dem Fenster lehnen wollten sich die Anleger aber nicht. "Die Frage ist: Welche Art von Deal bekommen wir?", sagte David Thebault, Chef-Händler des Brokerhauses Global Equities. "Eine vorübergehende Lösung würde nur weitere Verhandlungen und zusätzlichen Stress für die Märkte bedeuten. Wir wären also noch nicht über den Berg." Mittlerweile wird damit gerechnet, dass Politiker beider Seiten über das Wochenende weiter nach einem Kompromiss suchen und frühestens Anfang nächster Woche eine Lösung präsentieren.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss nach einer schwachen Eröffnung 0,7 Prozent höher bei 15.237 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 15.100 und 15.237 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,6 Prozent auf 1703 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,8 Prozent auf 3791 Punkte. Im Wochenvergleich rückten der Dow um 1,1 Prozent und der S&P um 0,7 Prozent vor, während der Nasdaq-Index um 0,4 Prozent Federn ließ.

Der Dax verabschiedete sich mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 8724 Punkten in das Wochenende. Das ist der höchste Schlusskurs seiner Geschichte und liegt nur knapp 50 Zähler unter seinem Rekordhoch vom September. Im Vergleich zur Vorwoche legte der deutsche Leitindex 1,2 Prozent zu. Der EuroStoxx50 gewann 0,2 Prozent auf 2974,28 Zähler.

Präsident Barack Obama und seine Gegenspieler von der republikanischen Partei zeigten sich grundsätzlich bereit, die politische Krise zu beenden, die die weltgrößte Volkswirtschaft an den Rand der Zahlungsunfähigkeit bringt. Mehrere Treffen im Präsidialamt brachten aber noch keine Einigung, es soll nun weiterverhandelt werden.

Am dringlichsten ist dabei die Anhebung der gesetzlichen Schuldenobergrenze von derzeit 16,7 Billionen Dollar, die voraussichtlich am kommenden Donnerstag erreicht wird. Dann dürfen keine neuen Verbindlichkeiten mehr aufgenommen werden. Ein Kompromiss könnte eine leichte Anhebung der Schuldengrenze beinhalten, um mehr Zeit für Verhandlungen über einen neuen Haushalt zu gewinnen.

Der andauernde Haushaltsstreit in Washington schlug den US-Verbrauchern gehörig auf die Stimmung. Das Barometer für das Konsumentenvertrauen sank im Oktober nach vorläufigen Berechnungen zum Vormonat um 2,3 auf 75,2 Punkte, wie Thomson Reuters und die Universität Michigan mitteilten. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang auf 76,0 Zähler gerechnet.

Im Fokus des Börsenhandels standen die Papiere von JPMorgan. Die Aktien gingen unverändert aus dem Handel, nachdem die Bank im Quartal erstmals seit 2004 in die Verlustzone gestürzt war. Wells Fargo verloren 0,1 Prozent, obwohl der größte US-Immobilienfinanzierer seinen Gewinn im dritten Quartal um 13 Prozent steigerte.

Zu den größten Verlierern zählten die Anteilsscheine von GAP mit einem Kursabschlag von knapp sieben Prozent. Die Modekette hatte zuvor die Börse mit seinen Umsatzzahlen für September enttäuscht.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 630 Millionen Aktien den Besitzer. 2222 Werte legten zu, 769 gaben nach und 81 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Milliarden Aktien 1871 im Plus, 664 im Minus und 89 unverändert.

Von

rtr

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