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13.11.2012

23:35 Uhr

Börse New York

US-Börsen schließen im Minus

Die Baumarktkette Home Depot bot einen Lichtblick für die Wall Street am Dienstag. Doch die Aufregung über die guten Zahlen wurde von den Sorgen über die Fiskalklippe in den Schatten gestellt.

Die drohende Fiskalklippe beschäftigt weiterhin die US-Anleger. Reuters

Die drohende Fiskalklippe beschäftigt weiterhin die US-Anleger.

New YorkDie US-Börsen haben am Dienstag nach einer Berg- und Talfahrt mit Verlusten geschlossen. Kursbelastend wirkte weiterhin die Sorge vor einem Konjunktureinbruch in den USA zum Jahreswechsel wegen auslaufender Steuervergünstigungen und automatischer Ausgabenkürzungen der öffentlichen Hand („fiscal cliff“). Ein unerwartet optimistischer Wirtschaftsausblick der weltgrößten Baumarktkette Home Depot trieb indes Käufe an. Zudem gab es Händlern zufolge erneut Spekulationen, Spanien stehe kurz vor einem Antrag auf Hilfen aus dem Rettungsfonds seiner internationaler Partner. Ein solcher Schritt würde als ruhestiftend in der Euro-Schuldenkrise angesehen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent tiefer bei 12.756 Punkten. Der Index hatte bereits zu Handelsbeginn im Minus gelegen, war im Verlauf aber ins Plus gedreht. Am Ende standen aber dann doch Verluste. Im Verlauf pendelte das Barometer zwischen 12.748 und 12.898 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,4 Prozent auf 1374 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,7 Prozent auf 2883 Punkte. Der Dax in Frankfurt schloss praktisch unverändert mit 7169 Zählern.

Wie der Wall-Street-Handel lief

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„Ohne eine Lösung (der Fiskalklippe) werden sich Aktien kaum vom Fleck bewegen“, sagte Art Hogan von Lazard Capital Markets. Zum Jahreswechsel laufen in den USA Steuerentlastungen automatisch aus und Ausgabenkürzungen treten automatisch in Kraft. Wird das nicht gestoppt, würde das US-Defizit Experten zufolge zwar um 665 Milliarden Dollar sinken, aber zugleich die Wirtschaft wohl in die Rezession abrutschen. Damit es nicht dazu kommt, müssen Demokraten und Republikaner ausloten, welche Regelungen auslaufen und welche etwa verlängert werden könnten.

Auch von der europäischen Schuldenkrise kamen keine Signale der Entspannung: Euro-Staaten und IWF konnten sich beim Treffen der Finanzminister nicht einigen, wie viel Zeit Griechenland für den Abbau seiner Schulden auf finanzierbares Niveau bekommen soll.

Home Depot weckte indes Hoffnungen auf eine Belebung der US-Wirtschaft. Der als Barometer für die Entwicklung am kriselnden Immobilienmarkt und die Konsumlust der Verbraucher geltende US-Konzern hob nach einem überraschend kräftigen Gewinnplus im Quartal seine Jahresprognose an. Dabei profitierte Home Depot vor allem von einer Entspannung am Häusermarkt. Die Aktie legte 4,2 Prozent zu.

Die Microsoft -Aktie schloss nach Abgang des Spitzenmanagers Steven Sinofsky 3,2 Prozent ins Minus. Der Chef der Windows-Sparte galt als aussichtsreichster Nachfolger von CEO Steve Ballmer - der mit dem Weggang offenbar seine Macht im Unternehmen festigt.

Die Papiere von AK Steel brachen um 17,5 Prozent ein. Der Stahlhersteller hatte vor steigenden Verlusten im laufenden Quartal gewarnt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,68 Milliarden Aktien den Besitzer. 970 Werte legten zu, 2038 gaben nach und 90 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,81 Milliarden Aktien 802 im Plus, 1668 im Minus und 83 unverändert.

Von

rtr

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