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28.08.2015

23:49 Uhr

Börse New York

US-Börsen schließen kaum verändert

Seit Montag hielt eine dramatische Berg- und Talfahrt die US-Börsen in Atem. Zum Abschluss der Woche haben die Anleger die Finger von Aktien gelassen. Das Rätselraten um den Beginn der Zinswende geht weiter.

Augen auf, hier kommen die frischen Kurse. AFP

Broker des Big Apples

Augen auf, hier kommen die frischen Kurse.

New YorkDie New Yorker Börsen haben nach einer hektischen Handelswoche eine Verschnaufpause eingelegt. Seit Montag hielt eine dramatische Berg- und Talfahrt die Börsianer in Atem, weil die Furcht vor einem deutlichen Konjunktureinbruch in China die Investoren verunsicherte.

Außerdem trieb die Händler auch das Thema US-Zinswende um. Seit Monaten rätseln die Investoren, wann die Notenbank Fed die langjährige Phase ultraniedriger Zinsen in den USA beenden wird. Laut ihrem Vize-Präsidenten Stanley Fischer will die Fed vor ihrer Zinsentscheidung im September erst einmal die weitere Entwicklung von Märkten und Konjunkturdaten abwarten. „Es ist zu früh, das zu sagen“, sagte Fischer dem Fernsehsender „CNBC“ auf die Frage, ob die Gründe für eine Anhebung der Zinsen nach dem jüngsten Börsenbeben nun weniger zwingend seien. „Wir beobachten immer noch, wie sich das entwickelt.“

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Freitag 0,1 Prozent tiefer auf 16.643 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,1 Prozent auf 1988 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,3 Prozent auf 4828 Punkte vor.

Zuvor waren die US-Börsen zwei Tage in Folge kräftig gestiegen. Hintergrund war die Erholung der Kurse in China, wo es zuletzt große Sorgen um eine Abkühlung der dortigen Wirtschaft gab. Im Wochenvergleich ergab sich für den Dow ein Plus von 1,1 Prozent, für den S&P von 0,9 Prozent und für den Nasdaq von 2,6 Prozent.

Immerhin stabilisierte sich die Lage an der chinesischen Börse nach den jüngsten Kursstürzen etwas. Der zuletzt arg gebeutelte Leitindex der Börse Shanghai legte den zweiten Tag infolge zu und gewann knapp fünf Prozent. Seit Monatsanfang beläuft sich das Minus allerdings auf fast zwölf Prozent.

Der Dax schloss am Freitag 0,2 Prozent im Minus bei 10.298,53 Punkten, am Montag war er zeitweise bis auf 9338 Zähler eingebrochen. „Eine derartig große Handelsspanne binnen Wochenfrist spiegelt die hohe Nervosität unter den Marktakteuren wider“, sagte IG Markets-Analyst Gregor Kuhn. Die Wochenbilanz fiel mit einem Plus von 1,7 Prozent dennoch positiv aus. Der EuroStoxx50 gab am Abend um 0,1 Prozent nach. Die Zweifel an der wirtschaftlichen Stärke Chinas ließen die beiden Indizes in den vergangenen drei Handelswochen jeweils um rund elf Prozent einbrechen.

In den USA verteuerten sich bei den Einzelwerten die Aktien von Freeport-McMoran um drei Prozent, nachdem der für sein aggressives Finanzgebaren bekannte Investor Carl Icahn bekanntgegeben hatte, 8,5 Prozent an dem Bergbaukonzern zu besitzen. Die Dividendenpapiere von Big Lots kletterten mehr als 15 Prozent. Händler begründeten den Kursaufschlag mit den unerwartet guten Quartalszahlen des auf Restposten spezialisierten Einzelhändlers.

Die Anteilsscheine von Autodesk brachen dagegen um fünf Prozent ein, nachdem das Software-Unternehmen für digitales 2D- und 3D-Design seine Gewinn- und Umsatzprognose für das Gesamtjahr erneut gesenkt hatte. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,03 Milliarden Aktien den Besitzer. 2034 Werte legten zu, 1052 gaben nach und 108 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 1871 im Plus, 937 im Minus und 139 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben wegen des Rätselratens über den Zeitpunkt der Zinswende nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 5/32 auf 98-12/32. Die Rendite stieg auf 2,184 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 6/32 auf 99-9/32 und rentierte mit 2,911 Prozent.

Von

rtr

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