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14.10.2016

23:03 Uhr

Börse New York

US-Börsen schließen kaum verändert

Die Ergebnisse von JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo übertreffen die Erwartungen und stützten eine labile Wall Street. Schlechte Nachrichten zu HP und Twitter verdarben aber die Stimmung.

Die Bilanzsaison in den USA beherrscht die Diskussionen der Aktienhändler. Reuters

Börsenhändler an der Wall Street

Die Bilanzsaison in den USA beherrscht die Diskussionen der Aktienhändler.

New YorkRobuste Konjunkturdaten haben die US-Börsen am Freitag gestützt. Positiv stimmte Marktteilnehmer vor allem der erste Anstieg der Erzeugerpreise in China seit fast fünf Jahren. Am Donnerstag hatten Investoren noch wegen eines Exporteinbruchs in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt das Weite gesucht. Die Preisdaten im Reich der Mitte sendeten nun wieder Hoffnungszeichen", sagte LBBW-Analyst Uwe Streich. Zudem erholten sich die US-Einzelhandelsumsätze von ihrer Delle im August und legten im September um 0,6 Prozent zu. Vor allem das Geschäft mit Autos lief rund. Von einer Rede der US-Notenbank-Chefin Janet Yellen am Abend erhofften sich Anleger Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs in den USA.

Ermutigende Bilanzen von US-Großbanken hatten die Wall Street im frühen Handel noch deutlich angetrieben. Branchenprimus JP Morgan sowie die Rivalen Citigroup und Wells Fargo übertrafen mit ihren Einnahmen die Erwartungen. Im späteren Handel drehten aber einige Bank-Aktien ins Minus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte in New York um 0,22 Prozent auf 18.138 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,02 Prozent auf 2132 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,02 Prozent auf 5214 Punkte. Zur Eröffnung hatten die US-Börsen noch in etwa doppelt so hohe Kursaufschläge verbucht.

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Die Aktien von JP Morgan drehten nach einem guten Auftakt 0,3 Prozent ins Minus. Das Geldhaus weitete seinen Gewinn im dritten Quartal vor Steuern um fast ein Drittel auf 8,9 Milliarden Dollar aus. Beim Rivalen Citigroup drückte zwar ein schwacher Aktienhandel den Gewinn um gut zehn Prozent. Aber Anleger hatten schlimmeres befürchtet. Die Aktie stieg um 0,3 Prozent. Wells Fargo brockte der Skandal um Phantomkonten einen Gewinnrückgang von fast vier Prozent ein. Aber auch hier fiel das Ergebnis insgesamt besser als erwartet aus. Die Titel ließen nach einem freundlichen Start 0,1 Prozent Federn.

Deutsche-Bank-Anteilsscheine zogen um 1,2 Prozent an. Das krisengeplagte Institut spielt Insidern zufolge einen radikaleren Jobabbau durch, um die Kosten zu senken.

HP Inc gaben 4,4 Prozent nach. Der Hardware-Hersteller kündigte weitere Stellenstreichungen an. In den kommenden drei Jahren sollen zwischen 3000 und 4000 Arbeitsplätze wegfallen. Bislang war von etwa 3000 Stellen bis zum Ende des Geschäftsjahres im Oktober die Rede.

Auch Twitter-Aktien waren auf Talfahrt. Der SAP-Konkurrent Salesforce entschied sich gegen eine Offerte für den schwächelnden US-Kurznachrichtendienst. Das Ende der Fusionsfantasie ließ Twitter-Aktien um mehr als fünf Prozent einbrechen. Salesforce legten indes fünf Prozent zu.

Kursgewinne bei den Versorgern und Finanzwerten trieben den deutschen Aktienmarkt an. Der Dax legte um 1,6 Prozent auf 10.580 Punkte zu - auf Wochensicht machte er 0,9 Prozent gut. Der EuroStoxx50 gewann 1,7 Prozent auf 3025 Zähler.

Von

rtr

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