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12.07.2014

00:35 Uhr

Börse New York

US-Börsen verabschieden sich mit Gewinnen

Aus Europa kam die Furcht eines neuen Bebens der Euro-Krise. Doch die Lage in New York hat sich beruhigt, die Kurse bleiben weiterhin hoch. Wells Fargo läutet Quartalsaison für Großbanken mit gemischten Ergebnissen ein.

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New YorkDie US-Börsen haben sich am Freitag leicht erholt. Nach den Kursrückgängen am Vortag wegen der Sorgen vor einem Wiederaufflammen der Euro-Schuldenkrise habe sich die Lage zunächst wieder beruhigt, sagten Händler.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent höher auf 16.943 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,2 Prozent auf 1967 Stellen vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 4415 Punkte. Im Wochenvergleich der fiel der Dow um 0,7 Prozent, der S&P um 0,9 Prozent und der Nasdaq um 1,6 Prozent.

Die Furcht der Anleger vor einer Krise im portugiesischen Bankensektor legte sich zum Wochenende etwas. „Der Markt ist im Augenblick sehr verwirrt“, sagte Hedgefonds-Manager Lex Van Dam von Hampstead Capital. Für Verunsicherung sorgte die Affäre um die Banco Espirito Santo (BES).

Wegen Spekulationen um Zahlungsprobleme des Haupteigentümers, der Familie Espirito Santo, hatte das größte börsennotierte portugiesische Geldhaus binnen weniger Tage rund 30 Prozent seiner Marktkapitalisierung eingebüßt. „Auch wenn, wie die portugiesische Zentralbank gestern schnell erklärte, die Liquidität der BES ausreichend ist und dieses Problem isoliert werden kann, brachte dieser Fall die schon in Vergessenheit geratene europäische Schuldenkrise wieder ins Bewusstsein der Marktteilnehmer“, sagte Andreas Paciorek, Marktanalyst des Brokerhauses CMC Markets.

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Die Angst ist wieder da. Bankaktien fallen aus Sorge vor einer Neuauflage der Schuldenkrise. Andere Papiere verlieren, weil sie Analysten missfallen oder Zahlen nicht stimmen. Doch es gibt auch positive Überraschungen.

Bei den US-Einzelwerten ging es mit Aktien von Lorillard um knapp fünf Prozent bergauf. Der drittgrößte US-Zigarettenhersteller ist in Fusionsgesprächen mit der Nummer zwei, Reynolds. Einer Analystin zufolge könnte Reynolds („Camel“) einen Aufschlag von 20 Prozent auf den letzten Lorillard-Kurs zahlen, womit die Fusion ein Volumen von rund 27 Milliarden Dollar haben könnte. Eine Entscheidung steht jedoch aus.

Aktien von Wells Fargo gaben 0,6 Prozent nach. Die US-Großbank hatte dank Kostensenkungen ihren Gewinn im Quartal zwar gesteigert, allerdings gingen die Einnahmen zurück. Wells Fargo hat als erste große US-Bank ihre Bilanz vorgelegt. Kommende Woche folgen JP Morgan, Bank of America, Citi und Goldman Sachs.

Gestützt wurde die Nasdaq von Gewinnen bei den Internetunternehmen. So verteuerten sich Amazon um knapp sechs Prozent. Ebay-Titel kletterten um 2,3 Prozent.

Verkaufsgerüchte stärken T-Mobile

Gefragt waren die Anteilsscheine von T-Mobile US mit einem Kursaufschlag von 1,9 Prozent. Die Deutsche Telekom kommt bei dem geplanten Verkauf ihrer US-Tochter an den Rivalen Sprint einem Medienbericht zufolge voran. Zwischen Sprint und der Telekom gebe es inzwischen eine Basis-Vereinbarung zu dem Vorhaben, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“.

In Frankfurt verabschiedete sich der Dax knapp im Plus bei 9666,34 Punkten in den Feierabend. Im Vergleich zur Vorwoche büßte er 3,4 Prozent ein. Das ist das größte Minus seit drei Monaten. Der EuroStoxx50 legte am Freitag ebenfalls 0,1 Prozent auf 3154,28 Zähler zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 580 Millionen Aktien den Besitzer. 1657 Werte legten zu, 1358 gaben nach und 138 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,51 Milliarden Aktien 1313 im Plus, 1314 im Minus und 144 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 5/32 auf 99-27/32. Die Rendite sank auf 2,518 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 14/32 auf 100-20/32 und rentierte mit 3,342 Prozent. Händler sagten, dass die festverzinslichen Staatspapiere angesichts des Konflikts im Nahen Osten und der Ängste vor einer neuen Schuldenkrise in Europa als sicherer Hafen gefragt gewesen seien.

Von

rtr

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