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25.06.2013

22:27 Uhr

Börse New York

US-Börsen wieder im Vorwärtsgang

Nach dem jüngsten Ausverkauf haben sich die US-Börsen am Dienstag etwas erholt. Dafür sorgten die Bemühungen der Notenbanken in den USA und China, die Märkte zu beruhigen. Doch Papiere von Barnes & Noble stürzten.

Broker an der Wall Street. AFP

Broker an der Wall Street.

New YorkNach dem jüngsten Ausverkauf haben die US-Börsen am Dienstag wieder zugelegt. Die chinesische Zentralbank konnte Ängste über eine Finanzkrise in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt etwas dämpfen. Zudem waren zwei US-Notenbanker schon am Vortag Sorgen vor einem kurz bevorstehenden Ende der lockeren Fed-Geldpolitik entgegengetreten.

"Die Bemühungen der Fed und der chinesischen Zentralbank, die Märkte zu beruhigen, scheinen zumindest vorerst zu funktionieren", sagte Analyst Peter Cardillo von Rockwell Global Capital. Auch positive Konjunkturdaten verliehen den Kursen Auftrieb.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,7 Prozent fester mit 14.760 Punkten. Im Verlauf war er zwischen 14.669 und 14.812 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 gewann ein Prozent auf 1588 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,8 Prozent auf 3347 Stellen. Der Deutsche Aktienindex hatte 1,6 Prozent fester bei 7811 Punkten geschlossen.

Die Anleger stimmte zuversichtlich, dass Chinas Zentralbank signalisierte, im Kampf gegen eine zu starke Kreditvergabe die Daumenschrauben nicht zu kräftig anzuziehen. Zudem will sie Banken mit Barmitteln über Liquiditätsengpässe hinweghelfen.

Auch die Fed bemüht sich Experten zufolge um eine Entspannung an den Börsen. Fed-Vertreter hätten damit begonnen, dem von Äußerungen ihres Chefs Ben Bernanke ausgelösten Abwärtstrend an den Märkten entgegenzutreten, sagte Analyst Cardillo. Sie deuteten grundsätzlich an, das sie keine Verwerfungen zulassen wollten, weil dies die Wirtschaft schwächen könnte.

Die Anleger seien zuletzt etwas panisch gewesen wegen der Fed, sagte Mark Foster von Marbach & Co. "Aber die Furcht legt sich langsam. Den Investoren wird langsam klar, dass es noch lange dauern wird, bevor die Fed die Zinsen wieder anhebt." Bernanke hatte vergangenen Mittwoch angekündigt, er könne die Anleihenkäufe möglicherweise noch 2013 zurückfahren und sie bis Mitte 2014 auslaufen lassen.

Positive Impulse kamen auch von Konjunkturdaten. So wuchs der Auftragseingang für langlebige Güter im Mai um 3,6 Prozent. Erwartet worden waren 3,0 Prozent. Das US-Verbrauchervertrauen kletterte überraschend deutlich auf 81,4 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren. Zudem stieg auch der Eigenheim-Absatz stieg im Mai stärker als erwartet - um 2,1 Prozent auf eine Jahresrate von 476.000. Das ist der höchste Wert seit Juli 2008.

Zu den Gewinnern gehörten die Aktien des Eigenheimbauers Lennar, die 0,7 Prozent zulegten. Der Branchendritte in den USA konnte Quartalsumsatz und Auftragsplus deutlich steigern. Papiere des Rivalen PulteGroup stiegen um 3,9 Prozent zu.

Um fünf Prozent nach oben ging es mit den Papieren von Carnival. Der weltgrößte Kreuzfahrt-Anbieter hatte seinen Ausblick bekräftigt und zudem mitgeteilt, dass Firmenchef Micky Arison nach 34 Jahren im Amt abtreten werde.

Die Aktien von Barnes & Noble gaben dagegen 17 Prozent nach. Der größte US-Buchhändler verdoppelte seinen Verlust im abgelaufenen Quartal, und auch das Geschäft mit dem elektronischen Lesegerät Nook schwächelte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,81 Milliarden Aktien den Besitzer. 2448 Werte legten zu, 587 gaben nach und 74 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,64 Milliarden Aktien 1781 im Plus, 706 im Minus und 101 unverändert.

Von

rtr

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