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04.12.2012

22:17 Uhr

Börse New York

US-Etatstreit belastet Wall Street

Begleitet von den anhaltenden Streitigkeiten um den US-Haushalt kann der Dow Jones am Dienstag nicht zulegen. Bei den Einzelwerten verlor die Aktie des Mobilfunkers MetroPCS verloren mehr als sieben Prozent.

Händler an der Wall Street. dapd

Händler an der Wall Street.

New YorkDer ungelöste US-Haushaltsstreit hat die New Yorker Aktienbörsen am Dienstag belastet. Analysten verwiesen auf Äußerungen von Präsident Barack Obama, der den jüngsten Kompromissvorschlag der Republikaner als unausgewogen abgelehnt hatte. Damit seien die Hoffnungen der Börsianer auf eine rasche Einigung im Schuldenstreit zerschlagen worden.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 12.951 Punkten und damit 0,11 Prozent im Minus. Im Verlauf pendelte er zwischen 12.940 und 13.022 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 1407 Zählern 0,17 Prozent tiefer aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq verlor 0,18 Prozent und schloss bei 2996 Punkten. In Frankfurt war der Dax zuvor mit 7435 Punkten unverändert aus dem Handel gegangen.

Knackpunkt im Haushaltsstreit ist, dass die Republikaner in ihrem jüngsten Vorschlag nicht auf Obamas Forderung nach Steuererhöhungen für Reiche eingingen. Ohne eine Einigung drohen den USA zum Jahreswechsel automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen im Gesamtvolumen von 600 Milliarden Dollar. Experten sprechen von einer Fiskalklippe: Wenn sich die Parteien nicht rechtzeitig verständigen, könnte die größte Volkswirtschaft der Welt in die Rezession stürzen. "Beim ersten Anzeichen einer Annäherung werden wir aber eine Erleichterungsrally sehen", sagte Art Hogan von Lazard Capital Markets in New York.

Bei den Einzelwerten legten die Aktien von Yahoo rund zwei Prozent zu. Das Internet-Unternehmen hatte zuvor die Übernahme einer kleinen Video-Chat-Firma bekanntgegeben. Dagegen ließen die Anteilsscheine des Mobilfunkanbieters MetroPCS Communications mehr als sieben Prozent Federn. Konkurrent Sprint Nextel will kein Gegengebot für MetroPCS mehr vorlegen, wie mit den Überlegungen vertraute Personen sagten. Die Dividendenpapiere von Pep Boys-Manny Moe & Jack brachen mehr als zehn Prozent ein. Börsianer straften den Autoteile-Händler für seine enttäuschenden Quartalszahlen ab.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,67 Milliarden Aktien den Besitzer. 1431 Werte legten zu, 1520 gaben nach und 145 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,77 Milliarden Aktien 1166 im Plus, 1295 im Minus und 109 unverändert.

Von

rtr

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