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05.05.2015

23:23 Uhr

Börse New York

US-Handelsbilanz belastet die Wall Street

Der starke Dollar bereitet der US-Wirtschaft zunehmend Probleme. Die Exporte liegen deutlich hinter den Importen. Anleger in den USA reagieren enttäuscht. Auch der Ölpreis macht einigen einen Strich durch die Rechnung.

Enttäuschte Händler in New York. Eine schwache US-Handelsbilanz belastet die Indizes. AFP

Wall Street

Enttäuschte Händler in New York. Eine schwache US-Handelsbilanz belastet die Indizes.

New YorkEnttäuschende Wirtschaftsdaten haben die Wall Street am Dienstag ins Minus gedrückt. Das US-Handelsdefizit fiel im März so hoch aus wie seit knapp sechseinhalb Jahren nicht mehr. Experten zufolge könnte dies darauf hindeuten, dass das Bruttoinlandsprodukt der weltgrößten Volkswirtschaft im ersten Quartal womöglich doch zurückgegangen ist.

"Alle schauen nun auf den Arbeitsmarktbericht am Freitag", sagte Aktienanalystin Kim Forrest von der Fort Pitt Capital Group. Die Zahlen zum Stellenzuwachs im vergangenen Monat sollen Klarheit bringen, ob die jüngsten schwachen Daten ein zutreffendes Bild der Konjunkturentwicklung liefern oder nur eine verzerrte Momentaufnahme. Hinzu kamen negative Nachrichten zu Griechenland: Die Geldnot in Athen wird immer prekärer - und das Thema einer Schuldenreduzierung kommt wieder auf den Tisch.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 Prozent tiefer bei 17.928 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,2 Prozent auf 2089 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 1,6 Prozent auf 4939 Punkte nach. In Frankfurt schloss der Dax 2,5 Prozent im Minus bei knapp 11.328 Punkten.

Die Anteilsscheine von Salesforce.com legten 1,6 Prozent zu. Die Agentur Bloomberg berichtete, dass Microsoft eine Offerte für das Softwarehaus erwäge. Tesla zogen gut ein Prozent an. Die Jefferies-Analysten hatten eine Kaufempfehlung für den Elektroauto-Hersteller ausgesprochen.

Estee Lauder gewann rund vier Prozent an Börsenwert. Der Gewinn des Kosmetikproduzenten lag über den Erwartungen. Die Aktien von Sprint fielen hingegen um mehr als 3 Prozent. Der Mobilfunker hatte zwar mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten geschlagen, allerdings musste der Rivale der US-Telekomtochter T-Mobile US im vierten Geschäftsquartal ein weiteres Mal einen Verlust hinnehmen.

Der gestiegene Ölpreis indes belastete die Aktien von Fluggesellschaften. So büßten Delta Air Lines und American Airlines Group jeweils mehr als 3 Prozent ein.

Vor der Veröffentlichung von Zwischenberichten notierte der Kurs von Rupert Murdochs Medienkonzern News Corp fast ein Prozent schwächer und der des Online-Schnäppchenportals Groupon 2,8 Prozent im Minus. Beide Quartalsbilanzen wurden nach Börsenschluss erwartet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 790 Millionen Aktien den Besitzer. 613 Werte legten zu, 2452 gaben nach und 121 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,04 Milliarden Aktien 676 im Plus, 2083 im Minus und 155 unverändert.

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Der Kurs des Euro stieg angesichts der schwachen US-Außenhandelsdaten auf 1,1183 US-Dollar. Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 9/32 auf 98-17/32. Die Rendite stieg auf 2,1673 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 15/32 auf 92-6/32 und rentierte mit 2,8931 Prozent. Händler erklärten die Abschläge mit dem Wachstum der US-Dienstleister. Der Einkaufsmanager-Index für den Service-Sektor stieg auf 57,8 Punkte von 56,5 Zählern im Vormonat.

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