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20.09.2012

22:11 Uhr

Börse New York

US-Indizes schließen kaum verändert

Schwache Konjunkturdaten aus China und der Euro-Zone haben die Stimmung am amerikanischen Aktienmarkt getrübt. Die neusten Daten vom US-Arbeitsmarkt sorgten zudem für Ernüchterung bei den Anlegern.

Händler an der NYSE: Die US-Aktienmärkte befinden weiter im Aufwind. Gleichzeitig machen sich neue Sorgen um die amerikanische Wirtschaft breit. (REUTERS/Brendan McDermid) Reuters

Händler an der NYSE: Die US-Aktienmärkte befinden weiter im Aufwind. Gleichzeitig machen sich neue Sorgen um die amerikanische Wirtschaft breit. (REUTERS/Brendan McDermid)

New YorkEnttäuschende Konjunkturaussichten haben die Wall Street am Donnerstag ausgebremst. Auf den US-Aktienmärkten lasteten schwache Daten aus China, Europa und den USA. Die Realität habe den Markt nach den jüngsten Hilfsmaßnahmen der Notenbanken in den USA, Europa und Japan wieder eingeholt, die eine Kursrally ausgelöst hatten, erklärte Marktstratege Peter Boockvar von Miller Tabak. "Die schlechten Aussichten für die Wirtschaft wurden in den letzten Monaten unter den Teppich gekehrt. Jetzt kommen sie allmählich wieder hervor."


Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher auf 13.596 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte er sich zwischen 13.503 und 13.599 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,1 Prozent auf 1460 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,2 Prozent auf 3175 Stellen. In Frankfurt ging der Dax kaum verändert auf 7389 Punkten aus dem Handel.

Die neuen Daten schürten die Sorgen am Markt vor einer globalen Konjunkturflaute. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sank in der vergangenen Woche kaum. Damit sind die Aussichten auf ein stärkeres Wirtschaftswachstum in den USA weiter trüb. In Europa fiel der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft überraschend auf 45,9 Punkte. In China stabilisierte sich die Industrie zwar etwas. Die Geschäfte schrumpften jedoch den elften Monat in Folge.


Zu den Verlierern gehörten die Aktien der Bank of America mit einem Abschlag von mehr als einem Prozent. Einem Zeitungsbericht zufolge will das Institut seinen Stellenabbau beschleunigen und bis Ende des Jahres 16.000 Arbeitsplätze streichen.

Obwohl der Software-Hersteller Adobe im abgelaufenen Quartal weniger Umsatz machte als erwartet, verteuerte sich der Anteilsschein um 4,2 Prozent.

Auf den Einkaufslisten der Börsianer standen die Aktien von Trulia. Sie machten einen Kurssprung von knapp 42 Prozent auf 24 Dollar. Das Unternehmen, das Daten zu Immobilien liefert, feierte ein erfolgreiches Börsendebüt. Die Wertpapiere waren zu 17 Dollar ausgegeben worden. Trulia nahm 102 Millionen Dollar bei dem IPO ein. Anleger setzten dabei auf eine Erholung der Immobilienbranche.

Die zwei kleinen Banken Capital Bank Financial und National Bank Holdings verbuchten an ihrem ersten Börsentag moderate Gewinne zwischen einem und 1,8 Prozent. Investoren blieben angesichts der vielen Probleme der Branche im Zuge der Finanzkrise vorsichtig.

Bei den Einzelhändlern brachen die Dividendenpapiere von Bed, Bath & Beyond um knapp zehn Prozent ein. Der Einzelhandelskonzern hatte wegen höherer Kosten die Erwartungen der Wall Street an die Quartalszahlen verfehlt.

Nur wenig verändert notierten die Aktien des Einzelhändlers Wal-Mart mit einem Aufschlag von 0,5 Prozent und des Online-Händlers Amazon mit einem Minus von 0,3 Prozent. Wal-Mart kündigte an, keine Amazon-Kindle-Produkte mehr verkaufen zu wollen. Damit verbannt der Einzelhandelsriese alle Kindle-Tablets und E-Book-Reader aus seinen Regalen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 670 Millionen Aktien den Besitzer. 1165 Werte legten zu, 1793 gaben nach und 123 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,81 Milliarden Aktien 907 im Plus, 1522 im Minus und 124 unverändert.

Von

rtr

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