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15.10.2014

00:44 Uhr

Börse New York

US-Indizes schließen uneinheitlich

Nach drei verlustreichen Tagen schließt der US-Handel an der Börse in New York uneinheitlich. Die positiven Unternehmensbilanzen lockerten bei den Anlegern anfänglich sogar die Stimmung.

Am zweiten Handelstag der Woche war der Dow Jones ein echter Hingucker. AFP

Am zweiten Handelstag der Woche war der Dow Jones ein echter Hingucker.

New YorkDie anfängliche Hoffnung auf eine solide Berichtssaison hat der Wall Street am Dienstag kaum Auftrieb verleihen können. Nach drei Handelstagen mit Verlusten legten die wichtigsten Indizes zwar zu Beginn des Handels deutlich zu. Später jedoch bröckelten die Gewinne ab und die Börsen schlossen uneinheitlich.

Die Bilanzen lenkten die Konzentration der Anleger weg von den Problemen der Weltwirtschaft und hin zu konkreten Werten und Branchen, hieß es. "Die Zahlen müssen nicht unglaublich stark sein, bloß ein bisschen Wachstum anzeigen. Das würde den Abwärtstrend ein wenig abflachen", sagte Analyst Rick Meckler von LibertyView Capital Management. Sein Kollege Art Hogan von Wunderlich Securities ergänzte: "Der Markt verändert seinen Fokus vom globalen Makro auf Mikro. Dort sind wir heute - wir schauen uns das Firma für Firma an."

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Der Dow-Jones-Index schloss minimal schwächer auf 16.315 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 1877 Zählern 0,2 Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq legte 0,3 Prozent zu auf 4227 Punkte. Zuvor hatten die US-Börsen drei Tage in Folge teils deutliche Verluste verzeichnet. Grund waren anhaltende Sorgen über die Weltwirtschaft. Der Dax ging in Frankfurt 0,2 Prozent höher bei 8825,21 Punkten aus dem Handel.

Am Dienstag legten drei große US-Geldhäuser ihre Zwischenberichte vor. Im Handel waren die Aktien von Citigroup gefragt, sie stiegen gut drei Prozent. Das Institut steigerte den um Sonderfaktoren bereinigten Gewinn um 13 Prozent auf 3,67 Milliarden Dollar. Die Papiere von JPMorgan konnten dagegen von der Bilanzveröffentlichung nicht profitieren und büßten 0,3 Prozent ein. Wells Fargo warfen die Anleger aus ihren Depots, sie fielen um 2,7 Prozent.

Die Anteilsscheine von Johnson & Johnson gingen angesichts einer durchwachsenen Bilanz auf Achterbahnfahrt. Zunächst legten sie 1,3 Prozent zu, weil der Hersteller von Penatencreme von neuen Medikamenten wie dem Hepatitis-C-Mittel Olysio profitiert. Zum Schluss jedoch gaben sie mehr als zwei Prozent nach, weil sich die Anleger auf den skeptischen Geschäftsausblick konzentrierten. Intel -Aktien legten gut zwei Prozent zu. Der weltgrößte Chiphersteller legte nach Börsenschluss seinen Zwischenbericht vor.

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,97 Milliarden Aktien den Besitzer. 1873 Werte legten zu, 1196 gaben nach und 128 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,48 Milliarden Aktien 1689 im Plus, 1027 im Minus und 100 unverändert.

Die Sorgen um die Weltwirtschaft gaben den US-Staatsanleihen kräftig Schub. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 29/32 auf 101-16/32. Sie rentierten mit 2,20 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten sogar 1-18/32 auf 103-10/32. Dabei sank ihre Rendite erstmals seit Mai vergangenen Jahres unter die Schwelle von drei Prozent auf 2,96 Prozent.

Von

rtr

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