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01.07.2015

23:29 Uhr

Börse New York

US-Konjunktur beflügelt Wall Street

Die US-Anleger wandten sich am Mittwoch vom Dauerbrenner Griechenland ab und schauten auf die eigene Wirtschaftslage. Überraschend gute US-Jobdaten hoben die Stimmung. Im Fokus stand auch ein Versicherer.

Unter den Einzelwerten legten die Aktien des Versicherers Chubb um ein Drittel zu. Der Rivale ACE will Chubb für 28,3 Milliarden Dollar übernehmen. dpa

New York Stock Exchange

Unter den Einzelwerten legten die Aktien des Versicherers Chubb um ein Drittel zu. Der Rivale ACE will Chubb für 28,3 Milliarden Dollar übernehmen.

New YorkGute Konjunkturdaten haben die New Yorker Börsen zur Wochenmitte gestützt. Vom US-Arbeitsmarkt kamen positive Signale: Die Firmen schufen im Juni so viele neue Stellen wie seit Ende 2014 nicht mehr. Zudem steigerte die US-Industrie ihr Wachstumstempo im Juni überraschend deutlich.

Außerdem gaben wiederaufkeimende Hoffnungen auf eine Lösung im griechischen Schuldenstreit den Börsen Auftrieb. "Investoren atmen kollektiv auf, dass bei Griechenland ein Endzeit-Szenario nicht eingetreten ist", sagte Adam Sarhan von der Investmentberatung Sarhan Capital.

Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras hatte zuvor den Geldgebern des Landes einen weiteren Brief mit Sparvorschlägen geschickt. Bei den Finanzministern der Euro-Zone wurde der Vorstoß aber mit Skepsis aufgenommen. Vor dem Referendum in Griechenland am Sonntag wollen die Euro-Finanzminister nun keine weiteren Gespräche führen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 Prozent höher auf 17.757 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,7 Prozent auf 2077 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 5013 Zähler. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax mit einem Plus von 2,2 Prozent bei 11.180,50 Punkten in den Feierabend. Der EuroStoxx50 gewann zwei Prozent auf 3.491,76 Zähler.

In den USA entstanden zuletzt 237.000 Jobs, wie der private Arbeitsvermittler ADP mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Zuwachs von 218.000 gerechnet. Nun wird mit Spannung der am Donnerstag anstehende Arbeitsmarktbericht der Regierung erwartet, für den Ökonomen mit einem Plus von 230.000 Jobs rechnen. Anders als bei der ADP sind darin auch staatliche Stellen eingeschlossen.

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Die Job-Entwicklung ist ein wichtiger Faktor, den die US-Notenbank Fed bei ihrer Zins-Entscheidung im Blick hat. Experten rechnen für September oder das Jahresende damit, dass die Fed den seit dem Höhepunkt der Weltfinanzkrise Ende 2008 auf einem Rekordtief von null bis 0,25 Prozent verharrenden Schlüsselsatz wieder anheben wird.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

01.07.2015, 18:37 Uhr

Immer wieder muß festgestellt werden, daß die US-Amerikaner kaum eine Ahnung haben, was die Eurozone ist und wie sie funktioniert. Auch Europa insgesamt wird mißverstanden.

Man glaubt dort offenbar den sachlich weitgehend inkompetenten Politikern in den EU-Nationen und denen in den -Institutionen fast wörtlich, was sie so den lieben langen Tag aus Langeweile oder Bedeutungsgier absondern. Zu mehr als 99% ist das sachlich unzutreffend bis völlig irrwitzig.

So erklärt sich manche eigentlich unerklärliche Bewegung am Markt. Das ist allerdings anderswo, selbst in Europa nicht viel anders.
Leider ist auf solche Irrungen kein Verlaß, denn selbst beim Irrtum täuschen die Marktteilnehmer sich zu häufig.

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