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26.07.2017

22:53 Uhr

Börse New York

US-Märkte durch Firmenbilanzen und Fed-Entscheid gestärkt

Gute Geschäftszahlen von Konzernen wie Boeing oder AT&T haben US-Anleger am Mittwoch bei Laune gehalten. Keine Überraschung für die Investoren war die Fed-Entscheidung zur Geldpolitik. Der US-Dollar ließ nach.

Auf den Zahlen der großen Titel ruhen die Hoffnungen. AFP; Files; Francois Guillot

Gespannte Über-Schulter-Blicke

Auf den Zahlen der großen Titel ruhen die Hoffnungen.

New YorkStarke Geschäftszahlen und die Zinspause der US-Notenbank Fed haben US-Anleger am Mittwoch bei Laune gehalten. Nach der Fed-Entscheidung zogen die Kurse leicht an. Dagegen ließ die US-Währung Federn, der Euro stieg bis auf 1,1739 Dollar und damit auf den höchsten Wert seit Anfang 2015.

Den Leitzins beließ die Fed in einer Spanne zwischen 1,0 und 1,25 Prozent, kündigte zugleich aber an, den Abbau der billionenschweren Bilanz bald in Angriff zu nehmen. „Die Mitteilung war etwas vorsichtiger als erwartet“, sagte Marktanalyst Omer Esiner von Commonwealth FX.

Der Dow Jones legte 0,4 Prozent auf 21.707 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P 500 notierte 2477 Zähler leicht im Plus. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,2 Prozent auf 6422 Stellen vor.

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Bei den Einzelwerten gehörte Boeing zu den Favoriten. Die Papiere des Flugzeugbauers legten knapp zehn Prozent zu und kosteten mit 233,45 Dollar so viel wie noch nie. Der Airbus-Konkurrent hob zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Prognose an.

Auch AMD-Papiere waren gefragt. Der Intel-Rivale rutschte im abgelaufenen Quartal zwar in die roten Zahlen, für das laufende Quartal stellte die Chipfirma aber einen überraschend hohen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Dollar in Aussicht. Die Aktien stiegen daraufhin um 4,6 Prozent.

AT&T-Titel verteuerten sich um fünf Prozent. Der zweitgrößte US-Mobilfunker verdiente im zweiten Quartal mit 3,9 Milliarden Dollar mehr als gedacht. „Die Berichtssaison scheint generell recht stark zu sein und es gab noch keine negativen Überraschungen“, sagte Paul Springmeyer, Analyst bei U.S. Bank Private Wealth Management.

Überzeugen konnte auch der Stahlkonzern US Steel, der im abgelaufenen Quartal die Erwartungen ebenfalls übertroffen hatte und den Gewinnausblick nach oben setzte. Die Aktien legten um 7,20 Prozent zu. Dass der Biotech-Konzern Biogen nach dem überraschend starken Umsatzwachstum im zweiten Quartal seine Jahresziele anhob, bescherte den Anteilscheinen einen Kursanstieg von 4,47 Prozent.

Die zunächst kaum bewegten Papiere von Coca-Cola gewannen am Ende 1,11 Prozent, nachdem die Geschäfte des Getränkeriesen nicht so schlecht gelaufen waren wie von Analysten befürchtet.

Zu den wenigen Enttäuschungen gehörten hingegen die Resultate des Biogen-Konkurrenten Amgen, dessen zuletzt erholte Aktien um 2,76 Prozent absackten. Das Unternehmen hatte zwar mit seinem Zwischenbericht ebenfalls positiv überrascht und den Ausblick nach oben geschraubt. Ein Experte bezeichnete die Zahlen aber lapidar als wenig inspirierend.

Der Autobauer Ford hatte zwar Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal gesteigert, aber einen operativen Ergebniseinbruch verzeichnet. Die Aktien verloren 1,86 Prozent.

Auch in Europa gaben sprudelnde Firmengewinne den Aktienbörsen Auftrieb. Im Vorfeld der Fed-Aussagen zur US-Geldpolitik scheuten die Anleger allerdings größere Käufe. Die anhaltende Euro-Stärke, die Waren hiesiger Unternehmen auf dem Weltmarkt weniger wettbewerbsfähig macht, bremste ebenfalls. Dax und EuroStoxx50 gewannen jeweils etwa 0,3 Prozent auf 12.305 und 3448 Punkte.

Der Euro kletterte nach den Fed-Aussagen bis auf 1,1740 US-Dollar - den höchsten Stand seit Januar 2015 - und kostete zuletzt noch 1,1729 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,1644 Dollar festgesetzt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,83 Milliarden Aktien den Besitzer. 1458 Werte legten zu, 1425 gaben nach und 172 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,95 Milliarden Aktien 1389 im Plus, 1481 im Minus und 194 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 10/32 auf 100-23/32. Die Rendite fiel auf 2,29 Prozent. Der 30-jährige Bond stieg 9/32 auf 102-02/32 und rentierte mit 2,89 Prozent.

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