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04.12.2015

22:29 Uhr

Börse New York

US-Zahlen puschen Wall Street

Lang ist's her, dass US-Aktionäre starke Arbeitsmarktberichte feiern. Doch die Börsianer vertrauen inzwischen auf die Konjunktur im Lande und fürchten das Zinsgespenst nicht mehr. Dow und Co. legen über ein Prozent zu.

Schon lange nicht mehr hat ein guter Arbeitsmarktbericht den Märkten so geholfen. AFP

Ungewohnt

Schon lange nicht mehr hat ein guter Arbeitsmarktbericht den Märkten so geholfen.

New York/BangaloreÜberraschend positive Daten vom US-Arbeitsmarkt haben die Wall Street zum Wochenschluss in die Höhe getrieben. Die US-Wirtschaft schuf im November mehr Stellen als von Ökonomen erwartet und bereitete damit den Weg für die erste Zinserhöhung seit fast zehn Jahren. "Die Investoren feiern, dass die Wirtschaft stark genug ist, um eine Zinserhöhung zu verkraften", sagte Chef-Investmentstratege Jack Ablin von BMO Private Bank. Mit einer Arbeitslosenquote von weiterhin fünf Prozent hat die US-Notenbank Fed zudem ihr Ziel einer Vollbeschäftigung annähernd erreicht. "Die Daten zementieren eine Zinserhöhung im Dezember", sagte Chef-Marktstratege Art Hogan von Wunderlich Securities.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 2,12 Prozent auf 17.847 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 2,05 Prozent auf 2091 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit plus 2,08 Prozent bei 5142 Stellen aus dem Handel. Auf Wochensicht legten Dow und Nasdaq jeweils 0,3 Prozent, der S&P-Index um 0,1 Prozent zu.

Nicht ganz so gut lief es am Freitag für die Aktien großer Ölkonzerne. Die Opec hält an ihrer Förderpolitik fest und machte damit Hoffnungen auf eine Drosselung der Ölproduktion zunichte. Der Ölpreis gab nach. Papiere von Exxon und Chevron notierten zunächst im Minus, könnten die Verluste zu Handelsschluss aber wieder wettmachen.

Aufwärts ging es für die Aktien des Kosmetikherstellers Avon. Sie kletterten um knapp sechs Prozent nachdem eine Investorengruppe eine Restrukturierung des Konzerns vorgeschlagen hatten.

Die Anteilsscheine von JPMorgan legten 3,2 Prozent zu. Die EU-Kommission hat ein Verfahren gegen die Bank und zwölf weitere Institute wegen Kreditausfallversicherungen (CDS) fallengelassen. Es gebe nicht genügend Beweise für ein Fehlverhalten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund eine Milliarde Aktien den Besitzer. 1999 Werte legten zu, 1045 gaben nach und 147 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,88 Milliarden Aktien 1840 im Plus, 965 im Minus und 172 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 15/32 auf 99-25/32. Sie rentierten mit 2,276 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 1-6/32 auf 99-24/32 und hatten eine Rendite von 3,013 Prozent.

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