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27.01.2015

23:31 Uhr

Börse New York

Verkaufsstimmung an der Wall Street

Eine schwache Nachfrage und sinkende Ölpreise setzen den US-Konzernen zu, wie sich in den Bilanzen zeigt. Das kommt an der Wall Street nicht gut an: Die Kurse fallen kräftig - aber für den Euro gibt es neue Hoffnung.

Enttäuschung bei den US-Anlegern: Schwacher Ölpreis und geringe Nachfrage setzen Großkonzernen wie Microsoft und Caterpillar zu. dpa

Enttäuschung bei den US-Anlegern: Schwacher Ölpreis und geringe Nachfrage setzen Großkonzernen wie Microsoft und Caterpillar zu.

New YorkEnttäuschende Geschäftszahlen großer internationaler Konzerne wie Microsoft haben den Anlegern an den US-Aktienmärkten am Dienstag die Kauflaune verdorben. Auch der überraschende Auftragsschwund der US-Industrie verunsicherte viele Anleger. Die Orders brachen im Dezember überraschend um 3,4 Prozent ein.

Der Dow-Jones-Index für die Standardwerte schloss 1,6 Prozent tiefer auf 17.387 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,3 Prozent auf 2029 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 1,9 Prozent auf 4681 Punkte. In Frankfurt schloss zuvor der Dax wegen Gewinnmitnahmen 1,6 Prozent tiefer auf 10.628,58 Punkten, nachdem er am Morgen noch ein Rekordhoch von 10.810,57 Zählern markiert hatte. Damit endete eine siebentägige Rekordserie. Der EuroStoxx verlor 1,2 Prozent auf 3372,58 Punkte.

Bei den Einzelwerten stürzten die Aktien von Microsoft um über neun Prozent ab und waren damit klares Schlusslicht im Dow-Jones-Index. Der Software-Hersteller hatte wegen mauer Nachfrage nach Windows einen Gewinneinbruch von 24 Prozent im Quartal zu verkraften. Der Softwarekonzern kam bei seinem Umbau voran, den Investoren macht aber die Schwäche des Windows-Kerngeschäfts große Sorgen.

Auch der Ausblick enttäuschte den Markt. Mit JPMorgan und Nomura strichen gleich zwei große Investmentbanken ihre Kaufempfehlungen. Microsoft werde nicht die erhoffte Ausgabendisziplin walten lassen, befürchtet JPMorgan-Analyst Mark Murphy.

Mit einem Abschlag von sieben Prozent zählten auch die Titel von Caterpillar zu den Schlusslichtern. Bei dem weltgrößten Baumaschinenbauer war der Gewinn um ein Viertel abgesackt. Niedrige Ölpreise und ein lahmes Wirtschaftswachstum hatten dem Unternehmen schwer zugesetzt. Im Schlussquartal 2014 hatte Caterpillar bereinigt um Umbaukosten deutlich weniger als erwartet verdient. Zudem bleiben die Aussichten trübe.

Auch die Ergebnisse von DuPont und Procter & Gamble konnten die Anleger nicht überzeugen, was bei beiden Aktien zu deutlichen Verlusten führte.

Kommentare (1)

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27.01.2015, 17:42 Uhr

Zweimal in nur wenigen Jahren verhagelt es den Unternehmen ihre Kalkulationen soweit Energiepreise im Spiel waren.
Zuerst per Fracking, dann per Ölpreisverfall.

Das hält kein Unternehmen aus - ohne kräftig abschreiben zu müssen, was die Bilanzen bös verhagelt.

So sehen wir also, wie vermeintlicher QE- und ZIRP-Erfolg in den Realitäten der Märkte zügig zerbröselt.

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