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13.05.2017

00:24 Uhr

Börse New York

Verluste bei Einzelhändlern und Banken lasten auf Wall Street

Die US-Indizes notierten zum Ende der Woche im Minus. Schwache Konjunkturdaten ließen die Anleger vorsichtig agieren. Zudem befürchteten Investoren nach der Entlassung des FBI-Chefs neue Störfeuer aus der Politik.

Zum Ende der Handelswoche ist Vorsicht geboten. Reuters

New York Stock Exchange

Zum Ende der Handelswoche ist Vorsicht geboten.

New YorkDie US-Börsen haben sich wegen Kursverlusten bei Bankenaktien und enttäuschenden Einzelhandelsumsätzen am Freitag kaum bewegt. Außerdem befürchteten Investoren neue Störfeuer aus der Politik, sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Brokerhauses First Standard Financial.

US-Präsident Donald Trump hatte in dieser Woche überraschend FBI-Chef James Comey entlassen. Kritiker warfen ihm daraufhin vor, die Ermittlungen wegen mutmaßlicher Verstrickungen seines Wahlkampfteams mit Russland vertuschen zu wollen. Börsianer befürchten, dass dieser Streit Trumps Steuersenkungspläne verzögern oder durchkreuzen kann. Unter die Räder kamen die Bankenwerte. Der S&P-Index für die Branche fiel um 0,5 Prozent.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 20.896 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sank um 0,1 Prozent auf 2390 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich dagegen um 0,1 Prozent auf 6121 Punkte. Im Wochenvergleich gab der Dow 0,5 Prozent und der S&P 0,4 Prozent nach, während der Nasdaq-Index 0,3 Prozent stieg.

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Die US-Einzelhandelsumsätze legten im April um 0,4 Prozent zu. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Plus von 0,6 Prozent gerechnet. Der private Konsum ist eine wichtige Stütze der weltgrößten Volkswirtschaft.

Parallel dazu legte JCPenney enttäuschende Geschäftszahlen vor. Der Umsatz des Einzelhändlers ging zum Jahresauftakt um 3,5 Prozent zurück - etwa fünfmal so stark wie erwartet. Die Aktien fielen daraufhin um fast 14 Prozent. In den vergangenen Tagen hatten die Konkurrenten Macy's und Kohl's ebenfalls enttäuschende Geschäftszahlen vorgelegt.

In der Telekombranche grassiert unterdessen die Fusionitis. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge nimmt der Mobilfunker Sprint einen neuen Anlauf für einen Zusammenschluss mit T-Mobile US. Deren Muttergesellschaft Deutsche Telekom, die prinzipiell dafür offen ist, wollte sich nicht äußern. Sprint gewannen rund ein Prozent. T-Mobile bröckelten um 0,4 Prozent ab. Die Aktie des Mischkonzerns General Electric gab nach einer Herabstufung rund zwei Prozent ab.

In Frankfurt schloss der Dax 0,5 Prozent höher bei 12.770 Punkten und blieb damit knapp 15 Zähler unter seiner Bestmarke. Der EuroStoxx50 gewann 0,3 Prozent auf 3634 Stellen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 780 Millionen Aktien den Besitzer. 1250 Werte legten zu, 1651 gaben nach, und 160 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Milliarden Aktien 1182 im Plus, 1643 im Minus und 231 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 20/32 auf 100-13/32. Die Rendite sank auf 2,33 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 1-1/32 auf 100-9/32 und rentierte mit 2,99 Prozent.

Von

rtr

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