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30.10.2014

22:48 Uhr

Börse New York

Visa-Zahlen lassen Wall Street jubeln

Unternehmensdaten mischen sich mit starker Konjunktur: An den US-Börsen herrscht Kauflaune, alle Indizes schließen im Plus. Zahlen des Kreditkartenanbieters Visa überraschten ebenso wie die Entwicklung des BIP.

US-Händler beklatschen die starke konjunkturelle Entwicklung der USA. Die Aktien in New York steigen. AFP

US-Händler beklatschen die starke konjunkturelle Entwicklung der USA. Die Aktien in New York steigen.

New YorkEin überraschend hoher Gewinn des weltgrößten Kreditkartenanbieters Visa hat am Donnerstag den Dow Jones gestützt. Auch der breiter gefasste S&P 500 legte zu, obwohl Börsianer weiter rätseln, wann die US-Notenbank die Zinsen erhöht. Die Währungshüter hatten am Mittwoch angekündigt, ihr Anleihenkaufprogramm wie geplant in diesem Monat zu beenden. Höhere Zinsen macht die Fed von der Wirtschaftsentwicklung abhängig.

Daten dazu kamen bereits am Donnerstag: Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal mit einem Plus von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überraschend deutlich. Das habe Investoren entmutigt, die auf eine Beibehaltung der Politik des billigen Geldes gehofft hätten, sagte Investmentexperte Bruce McCain von der Key Private Bank in Cleveland.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten schloss 1,3 Prozent höher auf 17.195 Punkten. Der S&P stieg um 0,6 Prozent auf 1994 Stellen. Beim Nasdaq-Index betrug das Plus 0,4 Prozent auf 4566 Zähler. In Frankfurt schloss der Dax 0,35 Prozent höher auf 9114 Punkten.

Die in voller Fahrt befindliche US-Berichtssaison bindet die Aufmerksamkeit der Börsianer. Tagesgewinner im Dow war die Visa-Aktie mit plus 10,24 Prozent auf den Rekordwert von 236,65 US-Dollar. Mastercard-Titel gewannen 9,40 Prozent. Die beiden Kreditkarten- Anbieter verdienen gut an der Kauflaune der Verbraucher und übertrafen die Erwartungen.

Ölpreise machen Energie-Aktien zu schaffen

Angesichts der weiter fallenden Ölpreise konnten die Energiewerte nicht von der guten Börsenlaune profitieren. Die Anteile am Ölkonzernen Chevron kletterten zwar bis zum Handelsende mit 0,05 Prozent noch leicht ins Plus, die Aktie von ExxonMobil blieb dagegen mit 0,15 Prozent im Minus.

Am Ende des US-Leitindex fanden sich allerdings die Technologiewerte Microsoft und Intel mit Kursverlusten von 1,22 beziehungsweise 3,95 Prozent wieder. Händler verwiesen auf die Schwäche der Chipwerte als Belastung.

Aktionäre des Arzneimittelhändlers Catamaran Corp konnten sich über einen Kursgewinn von 12,87 Prozent auf 47,54 Dollar freuen. Nach einem besser als erwarteten Ergebnis je Aktie ging das Papier als Tagessieger im Nasdaq-100-Index aus dem Handel. Positive Nachrichten zu einem Medikament bescherten Bristol-Myers Squibb ein Plus von 8,90 Prozent.

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Der Eurokurs stabilisierte sich trotz der guten Wirtschaftsdaten aus den USA und wurde mit 1,2606 Dollar nur etwas tiefer als am Vorabend gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2598 (Mittwoch: 1,2737) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7938 (0,7851) Euro.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 770 Millionen Aktien den Besitzer. 1949 Werte legten zu, 1115 gaben nach, und 137 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,01 Milliarden Aktien 1688 im Plus, 976 im Minus und 151 unverändert.

Kommentare (1)

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Herr Uwe Warschkow

30.10.2014, 17:19 Uhr

Im 52 Wochen-Vergleich sind im DAX nur 10 Aktien im plus,aber 20 im Minus ,im Dow ist das Verhältnis umgekehrt.

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