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21.06.2016

23:23 Uhr

Börse New York

Vor Brexit-Votum schließen US-Aktienmärkte optimistisch

Das Brexit-Referendum beschäftigt auch die US-Notenbank. Doch Janet Yellen sieht keine Rezessionsgefahr, sollten die Briten tatsächlich den EU-Ausstieg wählen. Die Aussagen der Fed-Chefin ließen die Kurse leicht steigen.

Das Referendum über den EU-Verbleib hält auch die Finanzmärkte in den USA in Atem. AFP; Files; Francois Guillot

Sorgenvoller Blick nach Großbritannien

Das Referendum über den EU-Verbleib hält auch die Finanzmärkte in den USA in Atem.

New York/BangaloreDie US-Aktienmärkte haben am Dienstag mit Gewinnen geschlossen, nachdem sie im Handelsverlauf eher seitwärts tendierten und der Nasdaq sogar im Minus gelegen hatte. Fed-Chefin Janet Yellen hatte zuvor Zurückhaltung bei weiteren Zinsanhebungen signalisiert. Sie verwies vor einem Kongressausschuss auf die zuletzt stockende Erholung am Arbeitsmarkt und auf die Risiken eines EU-Austritts Großbritanniens. Allerdings sagte sie auch, dass sie für die USA im Falle eines Brexits keine Rezessionsgefahr sehe. Dies machte offenbar auch den Investoren Mut. Im weiteren Handelsverlauf legten die Kurse zu.

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„Die größte Geschichte am Markt ist eindeutig die bevorstehende Abstimmung in Großbritannien“, sagte Rick Meckler, Präsident of LibertyView Capital Management in Jersey City. „Die Stimmung geht auf und ab und gegenwärtig ist sie bei 'in der EU bleiben', und das gibt den Börsen Unterstützung.“

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,1 Prozent auf 17.830 Punkte. Der breiter gefasste S&P legte um 0,3 Prozent auf 2089 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,1 Prozent auf 4844 Zähler.

Apple und Microsoft gehörten zu den größten Kursgewinnern, mit einem Plus von fast einem beziehungsweise 2,2 Prozent. Die Fluggesellschaft United Continental legte ein Programm zur Kostenreduzierung vor und will damit mehr als drei Milliarden Dollar pro Jahr einsparen. Die Aktien des Unternehmens stiegen daraufhin um mehr als drei Prozent.

Die Fluggesellschaft United Airlines überzeugte die Anleger mit einem etwas zuversichtlicheren Umsatzausblick für das zweite Geschäftsquartal sowie Aussagen zu den langfristigen Sparzielen. Die Anteilsscheine der United Continental Holdings verteuerten sich um mehr als 3 Prozent.

Nach unten ging es hingegen für die Aktien von McDonald's und Walt Disney. Sie waren mit einem Minus von jeweils mehr als einem halben Prozent unter den größten Verlierern im Dow Jones.

Der Euro stabilisierte sich im New Yorker Handel unter der Marke von 1,13 US-Dollar. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1253 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1314 (Montag: 1,1332) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8839 (0,8825) Euro gekostet.

Bei den US-Staatsanleihen zeigte sich der Optimismus hinsichtlich eines Verbleibs Großbritanniens in der EU in steigenden Renditen. Die zehnjährigen Papiere fielen um 4/32 auf 99-8/32. Sie rentierten mit 1,7 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 6/32 auf 99-28/32 und hatten eine Rendite von 2,5 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 855 Millionen Aktien den Besitzer. 1682 Werte legten zu, 1290 gaben nach und 160 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,69 Milliarden Aktien 1188 Werte im Plus, 1599 im Minus und 180 unverändert.

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