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05.09.2013

22:37 Uhr

Börse New York

Vorsicht beherrscht die US-Börsen

Die Unsicherheit über die künftige US-Geldpolitik sorgt für Zurückhaltung unter den US-Anlegern. Die US-Indizes treten auf der Stelle. Unter den Einzelwerten stehen die Einzelhändler im Fokus.

Händler an der NYSE: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gehen erneut zurück. Die Sorge vor einem Ende der Geldschwemme wächst. ap

Händler an der NYSE: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gehen erneut zurück. Die Sorge vor einem Ende der Geldschwemme wächst.

New YorkErmutigende Konjunkturdaten haben am Donnerstag zu leichten Kursgewinnen an den US-Börsen geführt. Allerdings blieben die Anleger vor den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktdaten zurückhaltend. Es herrschte weiter Ungewissheit, wann die US-Notenbank ihre ultralockere Geldpolitik schrittweise aufgibt. Auch die Aussicht, dass die US-Abgeordneten in der kommenden Woche für einen Militärschlag gegen Syrien stimmen, sorgte für Vorsicht. "Die Wirtschaft macht uns glücklich, die internationale Entwicklung eher nicht, und bei der Fed weiß man es nicht so genau - also warten wir ab", sagte der Investmentstratege Ron Florance von Wells Fargo.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss den dritten Tag in Folge fester - wenn auch diesmal nur knapp mit einem Plus von 0,04 Prozent auf 14.937 Punkten. Im Verlauf war der Index zwischen 14.923 und 14.987 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 lag mit 1655 Zählern 0,1 Prozent höher, die technologielastige Nasdaq kletterte um 0,3 Prozent auf 3658 Stellen. In Frankfurt hatte der Deutsche Aktienindex 0,5 Prozent auf 8234 Punkte zugelegt.

Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe fiel deutlicher als erwartet auf fast den tiefsten Stand seit fünf Jahren. Der Einkaufsmanager-Index stieg kräftiger als gedacht auf dem höchsten Stand seit fast acht Jahren. In der Industrie ging der Auftragseingang nicht so stark zurück wie befürchtet. Händler sagten, trotz der guten Daten lasse sich nur schwer vorhersagen, wann die US-Notenbank damit beginnen werde, ihren Anleihen-Aufkauf zurückzufahren. Die Fed pumpt seit langem über diesen Weg monatlich rund 85 Milliarden Dollar in die Wirtschaft und hat damit auch die Börsenkurse gestützt.

Aktien von Blackberry stiegen um 2,3 Prozent. Einem Medienbericht zufolge treibt der kriselnde Smartphone-Pionier die Entscheidung über einen Verkauf des Unternehmens voran.

Facebook -Papiere setzten ihren Höhenflug fort und stiegen um 2,1 Prozent auf 42,66 Dollar. Analysten von Pivotal Research haben das Kursziel auf 48 von 35 Dollar hochgesetzt. Zuletzt hatten immer mehr Anleger dem Konzern zugetraut, künftig viel Geld mit seinem Geschäftsmodell zu verdienen. Allein in den vergangenen drei Monaten hat sich der Kurs knapp verdoppelt. Mitte 2012 waren die Papiere für 38 Dollar an die Börse gebracht worden und danach bis auf 18 Dollar abgesackt.

Eine Hochstufung durch Morgan Stanley trieb auch die Aktien von Groupon an. Sie legten 3,6 Prozent auf 10,66 Dollar zu. Auch bei Groupon können sich Anleger über eine ungewöhnlich kräftige Kurserholung in den vergangenen Monaten freuen. Vor zehn Monaten kosteten die Papiere nur 2,60 Dollar, nachdem sich die Geschäfte nicht so gut entwickelten wie damals erwartet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,63 Milliarden Aktien den Besitzer. 1413 Werte legten zu, 1578 gaben nach und 85 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,54 Milliarden Aktien 1508 im Plus, 985 im Minus und 107 unverändert.

Von

rtr

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