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31.12.2014

23:03 Uhr

Börse New York

Wall Street beendet das Jahr trotz Minus im Plus

An Silvester wurde an der New Yorker Börse regulär gehandelt. Zwar schlossen die Indizes deutlich im Minus, aber aufs Jahr gesehen machten die US-Börsen Gewinne. Ein Pharmakonzern überraschte mit einem Kurssprung.

Händler auf dem Parkett der New Yorker Börse. An der Wall Street wird auch am letzten Tag des Jahres gearbeitet. Reuters

Händler auf dem Parkett der New Yorker Börse. An der Wall Street wird auch am letzten Tag des Jahres gearbeitet.

New YorkDie Wall Street hat zwar den letzten Handelstag des Jahres mit einem deutlichen Minus beendet, insgesamt aber 2014 mit deutlichen Gewinnen abgeschlossen. Für den S&P-500-Index war es dabei das dritte Jahr in Folge mit einem zweistelligen prozentualen Zuwachs.

Der Dow-Jones-Index schloss am Mittwoch bei 17.823 Punkten 0,9 Prozent im Minus. Im Verlauf pendelte er zwischen 17.820 und 18.043 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 2058 Zählern ein Prozent tiefer aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq verlor fast 0,9 Prozent und schloss bei 4736 Punkten. Im Gesamtjahr stieg der Dow 7,5 Prozent, der S&P 11,4 Prozent und die Nasdaq 13,4 Prozent.

Insgesamt hielt sich das Handelsvolumen in Grenzen, da viele Anleger im Urlaub waren. Im Mittelpunkt standen unter anderem Konjunkturdaten, besonders die vom Arbeitsmarkt.

In der vergangenen Woche gingen zwar bei den Behörden mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ein als erwartet. Insgesamt änderte sich aber nichts an dem Trend, der auf eine anhaltend positive Entwicklung am US-Arbeitsmarkt hindeutet: Der Vier-Wochen-Schnitt verharrte mit 290.750 neuen Anträgen abermals unter der psychologisch wichtigen Marke von 300.000.

Auf der Unternehmensseite waren vor allem die Aktien des Pharmakonzerns NephroGenex gefragt. Sie schossen um 187 Prozent in die Höhe, nachdem der Konzern über eine positive Studie bei einem Mittel zur Behandlung von Diabetespatienten mit Nierenschäden berichtet hatte.

Ölwerte verloren am Mittwoch vergleichsweise moderat. Exxon Mobil rutschten um 0,61 Prozent ab. Chevron gaben um 0,82 Prozent nach. Trotz des größten Absturzes der Ölpreise seit der globalen Finanzkrise 2008 ist aber kein Ölwert der größte Dow-Verlierer in diesem Jahr, sondern das Computer-Urgestein IBM. Dem Unternehmen fällt die Wandlung zum modernen Tech-Konzern schwer. Chefin Ginni Rometty will das Unternehmen umbauen, sie setzt auf die Geschäftsfelder Cloud-Computing, Big Data, Sicherheit und mobile Dienste. Bislang geht es aber nur schleppend voran.

An der Dow-Spitze stand am Mittwoch Home Depot mit plus 0,67 Prozent. Auch auf Jahressicht gehört die Baumarktkette zu den größten Index-Gewinnern. Der Abstand zum Spitzenreiter, dem Chipkonzern Intel, ist allerdings beträchtlich. Zuletzt hatte das Unternehmen über Rekordabsätze und ein starkes Gewinnplus berichtet.

Der Eurokurs ist am letzten Handelstag des laufenden Jahres um die Marke von 1,21 US-Dollar gependelt. Nach wie vor wird die Gemeinschaftswährung von der Aussicht auf eine neue Lockerung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank belastet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 668 Millionen Aktien den Besitzer. 1104 Werte legten zu, 2001 gaben nach und 105 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,49 Milliarden Aktien 1194 im Plus, 1571 im Minus und 123 unverändert.

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