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10.09.2015

01:05 Uhr

Börse New York

Wall Street beendet Handelstag im Minus

Hoffnung auf mehr Stützungsmaßnahmen der chinesischen Regierung für die sich abkühlende Konjunktur hat die US-Börsen zunächst noch beflügelt. Später setze dann jedoch eine Verkaufswelle ein. Der Handel schließt im Minus.

Kursgewinne auf breiter Front. ap

U-Bahn-Schild in New York

Kursgewinne auf breiter Front.

New YorkDie Wall Street hat am Mittwoch nach einer Berg- und Talfahrt im Minus geschlossen. Nach einem zunächst freundlichen Auftakt setzte im späten Handel eine Verkaufswelle ein. Zu den Verlierern zählten vor allem Energiewerte. Der S&P-Subindex für Energie ließ wegen der niedrigen Ölpreise 1,9 Prozent Federn. An der technologielastigen Nasdaq belasteten die Abschläge bei Apple. Der Technologiekonzern stellte neue Produkte vor.

Zu Handelsbeginn hatte noch die Hoffnung auf weitere Stützungsmaßnahmen der chinesischen Regierung für die sich abkühlende Konjunktur und das deutliche Plus an den japanischen Börsen die Wall Street beflügelt. Chinas Ministerpräsident Li Keqiang kündigte an, gegebenenfalls auch vorbeugend aktiv zu werden. Dies dämpfte Befürchtungen, dass die chinesischen Wirtschaftsprobleme auf die USA übergreifen könnten. In Japan sorgte Regierungschef Shinzo Abe mit dem Vorschlag, die Unternehmenssteuer zu kürzen, für ein Kursfeuerwerk. Das Plus des Tokioter Leitindex Nikkei von 7,7 Prozent war der stärkste Tagesgewinn seit der Finanzkrise im Oktober 2008.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,5 Prozent tiefer auf 16.253 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 1,4 Prozent auf 1942 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,2 Prozent auf 4756 Punkte.

Bei den Einzelwerten stand Apple im Fokus. Die Aktie ging nach einer Achterbahnfahrt 1,9 Prozent schwächer aus dem Handel. Apple bringt pünktlich zum Weihnachtsgeschäft neue Versionen des iPads sowie des iPhones auf den Markt. Fans und Börsianer zeigten sich von den Veränderungen wie weiterentwickelte Displays, längere Akkulaufzeiten, leistungsstärkere Chips oder bessere Kameras zunächst nicht überzeugt.

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Zu den Gewinnern gehörte Yahoo. Die Aktie stieg nach anfänglichen Verlusten rund zwei Prozent, obwohl der Konzern vor Problemen bei der Abspaltung seiner milliardenschweren Beteiligung an dem chinesischen Onlinehändler Alibaba steht. Dieser schraubte seinerseits wegen der abgeschwächten Konjunktur die Geschäftserwartungen zurück. Dennoch verteuerte sich die Alibaba-Aktie um mehr als fünf Prozent.

Die Buchhandelskette Barnes & Noble verschreckte Anleger mit erneut gesunkenen Umsätzen. Die Aktien stürzten um mehr als 27 Prozent. Die Dividendenpapiere von United Airlines (UAL) rückten um 0,3 Prozent vor. Zuvor war der Chef der weltweit zweitgrößten Fluggesellschaft zurückgetreten.

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In Europa kletterten die Leitindizes Dax und EuroStoxx50 in der Spitze um mehr als zwei Prozent, konnten ihre Kursgewinne allerdings nicht halten. Beim Dax schmolz das Plus bis auf 0,3 Prozent ab, er ging bei 10.303,12 Punkten aus dem Handel. Der EuroStoxx50 schloss 1,1 Prozent höher bei 3269,98 Zählern.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 930 Millionen Aktien den Besitzer. 744 Werte legten zu, 2301 gaben nach und 133 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,95 Milliarden Aktien 865 im Plus, 1949 im Minus und 128 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen erhöhten sich um 3/32 auf 98-12/32. Die Rendite sank auf 2,183 Prozent. Der 30-jährige Bond rückte um 16/32 auf 98-20/32 vor und rentierte mit 2,944 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit einer soliden Nachfrage nach zehnjährigen Papieren bei der milliardenschweren Auktion am Mittwoch.

Von

rtr

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