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09.05.2013

16:10 Uhr

Börse New York

Wall Street dreht ins Minus

Nach der Rekordjagd der letzten Tage schalten die US-Anleger wieder einen Gang zurück. Zum Start kommen die US-Indizes kaum vom Fleck. Auf dem Parkett sorgt der Unternehmer Rupert Murdoch für Aufsehen.

Am 07.Mai schaffte der Dow Jones Industrial Average erstmals in der Geschichte den Sprung über die 15.000-Punkte-Marke. ap

Am 07.Mai schaffte der Dow Jones Industrial Average erstmals in der Geschichte den Sprung über die 15.000-Punkte-Marke.

New YorkTrotz unerwartet starker Arbeitsmarktdaten ist die Wall Street am Donnerstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Damit endete eine Serie von fünf Tagen, wo der S&P stets mit Rekordwerten geschlossen hatte. Gewinnmitnahmen bei Finanzwerten und ein Minus der Apple -Aktie von 0,9 Prozent sorgten vor allem für die Abschläge. Zunächst waren die US-Börsen nach guten Daten vom Jobmarkt mit einem Plus in den Handel gegangen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der vergangenen Woche auf den tiefsten Stand seit fast fünfeinhalb Jahren gefallen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von knapp 0,2 Prozent auf 15.082 Punkte. Im Handelsverlauf pendelte der US-Leitindex zwischen 15.046 und 15.144 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,1 Prozent auf 3409 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab um 0,4 Prozent auf 1626 Zähler nach. Beim Dax in Frankfurt reichte es den dritten Tag in Folge für eine Bestmarke. Von den positiven US-Daten gestützt stieg er am Nachmittag in der Spitze auf ein Rekordhoch von 8274,18 Zählern. Zum Handelsschluss lag der deutsche Leitindex knapp 0,2 Prozent höher bei 8262 Punkten.

Vor Handelsbeginn hatte das Arbeitsministerium in Washington für einen Lichtblick gesorgt: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ging in der vergangenen Woche überraschend um 4.000 auf 323.000 zurück. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Anstieg auf 335.000 Anträge in diesem Zeitraum gerechnet. Die Arbeitsmarktdaten nähren Hoffnungen auf ein Anziehen der Konjunktur.

Zu den größten Verlierern gehörten die Finanzwerte. Die Aktien von JP Morgan gaben 1,4 Prozent, die Papiere von Goldman Sachs büßten 1,1 Prozent ein und die Anteilsscheine von Morgan Stanley verbilligten sich um 1,1 Prozent.

Zu den Gewinnern zählten die Aktien des Medienkonzerns News Corp, die 4,5 Prozent zulegten. Das Unternehmen von Rupert Murdoch hatte am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitgeteilt, im abgelaufenen Quartal einen Nettogewinn von 2,85 Milliarden Dollar erwirtschaftet zu haben und damit mehr als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 9,5 Milliarden Dollar.

Der Aktienkurs von Barnes & Noble schoss rund 24 Prozent ins Plus nach Berichten, denen zufolge Microsoft ein Übernahmeangebot für das Tablet- und E-Book-Geschäft im Wert von einer Milliarde Dollar erwägen soll.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 670 Millionen Aktien den Besitzer. 1054 Werte legten zu, 1912 gaben nach und 130 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,81 Milliarden Aktien 964 im Plus, 1483 im Minus und 110 unverändert.

Von

rtr

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