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31.05.2012

23:51 Uhr

Börse New York

Wall Street dümpelt leicht ins Minus

Schwache US-Konjunkturdaten setzten die US-Indizes zunächst weiter unter Druck. Doch zumindest der Dow Jones kämpfte sich im Handelsverlauf ins Plus - schloss dann aber leicht im Minus.

Händler an der Wall Street: Schwache US-Konjunkturdaten, sowie die Euro-Schuldenkrise bestimmen das heutige Geschehen an den Börsen. dapd

Händler an der Wall Street: Schwache US-Konjunkturdaten, sowie die Euro-Schuldenkrise bestimmen das heutige Geschehen an den Börsen.

New YorkEnttäuschende US-Wirtschaftsdaten haben am Donnerstag an der Wall Street für Ernüchterung gesorgt. Das Wachstum der US-Wirtschaft verlor im ersten Quartal mehr Tempo als bislang angenommen. Zudem stiegen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend stark.

Der Arbeitsagentur ADP zufolge schufen die US-Unternehmen im Mai zwar 133.000 neue Jobs. Analysten hatten jedoch mit mehr gerechnet. In der Folge verzeichnete der S&P 500 den größten Monatsverlust seit September.

Das Minus wurde durch einen Medienbericht eingegrenzt, demzufolge der Internationale Währungsfonds erwägt, einen Rettungskredit für das krisengeschüttelte Spanien aufzulegen. Allerdings bezeichnete der spanische Wirtschaftsminister dies als "kompletten Unsinn".

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,2 Prozent auf 12.393 Punkte. Im Tagesverlauf pendelte der Leitindex zwischen 12.316 und 12.489 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 notierte 0,2 Prozent schwächer bei 1310 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab knapp 0,4 Prozent auf 2827 Stellen nach. Auf Monatssicht verlor der Dow 6,2 Prozent, der S&P 500 6,3 Prozent und die Nasdaq 7,2 Prozent. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 6264 Stellen aus dem Handel.

Die Märkte seien inzwischen weit weniger optimistisch, sagte Peter Kenny von Knight Capital. In den USA legte die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal mit einer Jahresrate von 1,9 Prozent zu, wie das Handelsministerium mitteilte. Eine erste Schätzung im April hatte noch ein Plus von 2,2 Prozent ergeben.

Ende 2011 war die weltgrößte Volkswirtschaft noch um 3,0 Prozent gewachsen. Grund für das schwächere Wachstum waren sinkende Ausgaben des unter Sparzwang stehendes Staates.

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Auch die privaten Konsumausgaben legten geringfügiger als zunächst angenommen. Der private Konsum ist extrem wichtig, er trägt fast 70 Prozent der Wirtschaftsleistung der USA. Zur schlechten Stimmung auf dem Parkett trug auch ein überraschend deutlicher Rückgang des Einkaufsmanagerindex' Chicago-PMI bei. Mit 52,7 lag er im Mai auf dem niedrigsten Stand seit September 2009.

Bei den Einzelwerten sorgten nur wenige Unternehmen für Aufsehen. Lediglich Einzelhändler standen im Mittelpunkt. Costco -Papiere legten 0,7 Prozent zu. Die Anteilsscheine von Target gewannen 0,2 Prozent.

Für Facebook ging es im späten Handel bergauf, nachdem die Aktie zwischenzeitlich auf dem neuen Tiefstwert von 26,83 Dollar gefallen war. Die Agentur S&P Capital IQ senkte das Preisziel auf 27 Dollar von zuvor 30 Dollar. Letzlich legte das Papier aber fünf Prozent auf 29,60 Dollar zu, lag damit aber noch immer über acht Dollar unter dem Ausgabepreis.

Wie der Wall-Street-Handel lief

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,32 Milliarden Aktien den Besitzer. 1430 Werte legten zu, 1552 gaben nach und 128 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,18 Milliarden Aktien 1193 im Plus, 1348 im Minus und 108 unverändert.

Von

rtr

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