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05.01.2016

23:28 Uhr

Börse New York

Wall Street fängt sich

Auch an der Wall Street blieb die Stimmung nach dem China-Schock gedrückt. Anleger trauten sich am Dienstag nur zaghaft vor. Innenpolitische Entscheidungen bringen eine Branche ins Plus.

Weltweit stehen die Börsen zu Jahresbeginn unter Druck. Reuters

US-Börsenhändler in New York.

Weltweit stehen die Börsen zu Jahresbeginn unter Druck.

New YorkDie US-Börsen haben sich am Dienstag nach einem schwachen Jahresauftakt stabilisiert. Dennoch hielten Sorgen um die Wirtschaft und Aktienmärkte in der Volksrepublik China die Wall Street weiter in Atem, sagten Händler.

Als Kursstütze erwies sich die Beruhigung der Lage an Chinas Börsen. Sie waren am Montag wegen schwacher Konjunkturdaten eingebrochen und hatten die Aktienmärkte weltweit mit nach unten gezogen. Dagegen drückten der starke US-Dollar, der amerikanische Produkte für Käufer im Ausland verteuert, sowie enttäuschende Absatzzahlen der heimischen Autobauer auf die Stimmung.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher auf 17.158 Punkten, nachdem er am Montag mit einem Minus von 1,6 Punkten den schlechtesten Jahresstart seit 2008 hingelegt hatte. Der breiter gefasste S&P-500 verbesserte sich um 0,2 Prozent auf 2016 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank dagegen 0,2 Prozent auf 4891 Punkte.

Euro Stoxx 50: Deutsche Aktien größte Verlierer des China-Schocks

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Drei Prozent verlieren die wichtigsten europäischen Aktien am Montag – die Verliererliste wird dabei von deutschen Werten angeführt. Der Zweifel an der chinesischen Konjunktur trifft nicht nur Exporttitel.

Nach dem verpatzten Jahresauftakt im Sog des Börsencrashs in China wagten sich die Investoren an den europäischen Aktienbörsen am Dienstag nur vereinzelt aus der Deckung. Dax und EuroStoxx50 schlossen nach einer Achterbahnfahrt mit 10.310,10 Punkten und 3178,01 Punkten 0,3 und 0,4 Prozent höher. Die Turbulenzen an den chinesischen Börsen hatten den Dax am Montag um 4,3 Prozent und den EuroStoxx um drei Prozent einbrechen lassen. "Der Markt hat heute keine Richtung gefunden, eine echte Erholung sieht anders aus", sagte ein Händler.

An den chinesischen Börsen besänftigte eine milliardenschwere Geldspritze die Anleger etwas, so dass sich die Börsen in Shanghai und Shenzhen stabilisierten. Die Volksrepublik will die massiven Einschränkungen des Aktienhandels, mit denen die Regierung in Peking im Sommer vergangenen Jahres die Kursturbulenzen bekämpft hatte, am nächsten Montag wieder aufheben. Es sei aber fraglich, ob Chinas Börsen dafür schon bereit seien, sagte Jochen Stanzl, Analyst des Online-Brokers CMC Markets.

Aktie im Fokus : Obama verhilft Smith&Wesson zu Kursfeuerwerk

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US-Präsident Barack Obama will die Waffengesetze verschärfen. Ausgerechnet die Aktien des Waffenherstellers Smith&Wesson steigen jetzt auf Rekordhöhe. Der Grund: Das amerikanische Volk deckt sich mit Waffen ein.

Vor der geplanten Verschärfung der US-Waffenvorschriften griffen Anleger bei Aktien der Hersteller von Pistolen und Gewehren kräftig zu. Zudem erhöhte Nordamerikas größter Hersteller von Handfeuerwaffen, Smith & Wesson, angesichts starker Nachfrage seine Gewinn- und Umsatzprognose.

Die Anteilsscheine von Smith & Wesson kletterten um gut elf Prozent auf 25,86 Dollar, zeitweise markierten sie sogar ein Rekordhoch von 26,54 Dollar. Die Dividendenpapiere des Konkurrenten Sturm Ruger sprangen knapp sieben Prozent in die Höhe.

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