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27.08.2013

23:24 Uhr

Börse New York

Wall Street folgt weltweitem Negativtrend

Der drohende Militärschlag gegen Syrien hat die Kurse an der Wall Street am Dienstag belastet. Viele Anleger stellten sich auf das Schlimmste ein und zogen sich zurück. Zu den Verlierern gehörte Goldman Sachs.

Händler an der NYSE: Ein Militärschlag gegen Syrien scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Auf dem Parkett diskutieren Händler bereits die möglichen Folgen für die Märkte. ap

Händler an der NYSE: Ein Militärschlag gegen Syrien scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Auf dem Parkett diskutieren Händler bereits die möglichen Folgen für die Märkte.

New YorkDer drohende Militärschlag gegen Syrien hat am Dienstag die Anleger an der Wall Street deutlich verunsichert. Investoren zögen das Thema mittlerweile stärker in Betracht als bislang, sagte Gordon Charlop, Geschäftsführer von Rosenblatt Securities.

Marktanalystin Kim Forrest von Fort Pitt Capital Group ergänzte: "Das könnte ernster werden als die Konfliktherde Iran und Irak, weil Russland mit im Spiel ist, und das kompliziert die Dinge ungemein." Die Unsicherheit an den US-Börsen spiegelte auch der Sprung von mehr als 20 Prozent in den letzten beiden Tagen beim Volatilitätsindex Vix wider.

Ein Teilnehmer eines Treffens zwischen westlichen Gesandten und syrischen Oppositionsvertretern hatte Reuters gesagt, mit einem Militärschlag gegen die syrische Regierung müsse binnen Tagen gerechnet werden. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel bekräftigte in der BBC, das US-Militär sei bereit zum sofortigen Handeln, falls Präsident Obama dies anordne.

Nach US-Darstellung gibt es klare Hinweise, dass der mutmaßliche Giftgasangriff auf Zivilisten bei Damaskus vergangene Woche von der syrischen Regierung angeordnet wurde. Russland dagegen gehört zu den engsten Verbündeten von Syriens Präsident Baschar al-Assad und macht die Rebellen für den Angriff verantwortlich.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 1,1 Prozent auf 14.776 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Leitindex zwischen 14.765 und 14.939 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,6 Prozent auf 1630 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tendierte 2,2 Prozent tiefer auf 3578 Stellen.

Während des Handels bauten alle drei US-Börsen ihre Verluste stetig aus. Schon am Vortag hatten Sorgen vor einer Zuspitzung des Syrien-Konflikts auf die Stimmung gedrückt. Der Dax in Frankfurt verbuchte einen seiner umsatzstärksten Tage des Monats und schloss 2,3 Prozent tiefer auf 8242 Zählern.

Wie der Wall Street-Handel lief

Video: Wie der Wall Street-Handel lief

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Am Ölmarkt kletterte der Preis für die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee um 3,2 Prozent auf ein Sechs-Monats-Hoch von 114,29 Dollar je Barrel (159 Liter). Im Falle eines Militärschlags steige die Gefahr einer Eskalation der Situation im Nahen Osten, was die Ölpreise in Richtung 120 Dollar steigen lassen dürfte, prognostizierten Analysten.

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