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16.05.2017

00:07 Uhr

Börse New York

Wall Street freut sich über steigenden Ölpreis

Steigende Ölpreise haben den US-Börsen zum Wochenauftakt zu Schwung verholfen. Der großangelegte Cyber-Angriff beflügelte IT-Sicherheitsfirmen. Deutlich abwärts ging es unterdessen für Aktien des Elektroautobauers Tesla.

Wie der Wall Street-Handel lief

Börsen-Plus dank den Ölwerten

Wie der Wall Street-Handel lief: Börsen-Plus dank den Ölwerten

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New YorkDie US-Börsen sind mit einem leichten Plus in die Woche gestartet - Grund für den Aufschwung ist der steigende Ölpreis. Die Verständigung der Ölgiganten Saudi-Arabien und Russland auf eine Verlängerung der Förderbremse half dem Ölpreis auf die Sprünge. Die Opec dürfte am 25. Mai darüber beraten. Analyst Naeem Aslam vom Finanzdienstleister Think Markets warnte aber, auch die aktuelle Produktionskürzung habe den Ölpreis kaum nachhaltig stabilisiert.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 20.982 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 2402 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 6149 Punkte.

Bei den Einzelwerten legten die Anteilsscheine der Ölkonzerne zu. Aktien von Exxon verteuerten sich um 0,3 Prozent, Chevron-Titel notierten rund 0,8 Prozent höher.

Nach dem weltweiten Hackerangriff auf Computersysteme von Konzernen, Behörden, Schulen und Privatleuten interessierten sich Anleger auch für Anbieter von Sicherheitssoftware. So legten die Papiere von Cisco Systems und Palo Alto Networks bis 2,7 Prozent zu. Die Titel von Symantec und FireEye verbuchten sogar ein Plus von gut drei und sieben Prozent.

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Die Aktien des Elektroautobauers Tesla verloren dagegen 2,7 Prozent. Zuvor hatten Experten der Investmentbank Morgan Stanley ihr Rating für die Tesla-Papiere auf "equal-weight" von "overweight" gesenkt.

Die Aktien von Patheon sprangen 33 Prozent in die Höhe, nachdem die Medizintechnikfirma Thermo Fisher Scientific eine milliardenschwere Übernahme des Pharmaindustrie-Zulieferers angekündigt hatte.

Am Frankfurter Aktienmarkt standen erneut zahlreiche Bilanzen im Fokus. Der Dax stieg um 0,3 Prozent auf 12.807 Zähler und schloss damit nur knapp unter der am Vormittag markierten neuen Bestmarke von 12.832 Punkten. Der EuroStoxx50 ging kaum verändert aus dem Handel.

Meilensteine des Dax

1. Juli 1988

Der Dax wird aus der Taufe gehoben. Basis der Berechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten.

18. November 1996

Bei der Privatisierung der Deutschen Telekom wird die T-Aktie als Volksaktie vermarktet. Das Interesse der Öffentlichkeit am Dax nimmt dramatisch zu.

7. März 2000

Der Dax erreicht ein Rekordhoch von 8136,16 Punkten. Händler begründen die Euphorie mit Fusionsfieber. Ein geplanter Zusammenschluss der Deutschen mit der Dresdner Bank scheitert aber. Die Dresdner Bank geht an die Allianz, die sie im Mai 2009 an die Commerzbank weiterreicht. Auf dem Höhepunkt der Börseneuphorie wird die Chip-Tochter von Siemens, Infineon, zu einem Emissionspreis von 35 Euro an den Anleger gebracht. Die Platzierung ist 33-fach überzeichnet. Danach beginnt beim Dax eine langjährige Abwärtsbewegung, die von den Anschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 verschärft wird.

12. März 2003

Der Dax rutscht unter 2200 Punkte und notiert damit so tief wie zuletzt im November 1995. Im Laufe des Jahres dreht er. Mit der Erholung der Weltwirtschaft in den Folgejahren wächst auch das Vertrauen in die Gewinnentwicklung der Unternehmen wieder.

13. Juli 2007

Mit 8.152 Zählern setzt der Dax einen neuen Meilenstein. Trotz erster Bankenpleiten und Notoperationen der EZB am Geldmarkt hält sich der Dax zu Beginn des Krisenjahres 2008 über 8000 Zählern. Doch ab dann geht es bergab. 2009 beschleunigt der Absturz des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate die Talfahrt des Dax.

9. März 2009

Die Krise der Banken hat Tribut gefordert: Mit 3588 Punkten erreicht der Dax zeitweise den niedrigsten Stand seit Oktober 2003. Doch es gibt Hoffnung. Denn nur wenige Tage später wirft die Fed die Notenpresse an. Von nun an geht es bergauf. Am 25. Oktober schafft der Dax zum ersten Mal in seiner Geschichte den Sprung über die Marke von 9000 Punkten.

5. Juni 2014

Erstmals in seiner Historie ist der Dax fünfstellig. Um 14:33 Uhr knackt der deutsche Leitindex die magische Marke und steigt bis auf 10.014 Punkte.

22. Januar 2015

EZB-Präsident Mario Draghi beschließt ein Anleihekaufprogramm im Stile der Federal Reserve. Die Zentralbank wird bis September 2016 Staats- und Unternehmensanleihen im Wert von 60 Millionen Euro aufkaufen. Insgesamt sollen so 1,14 Billionen in die Märkte gespült werden. Der Dax springt nach nervösen Pendelbewegungen auf ein Rekordhoch von 10.454 Punkten. In den folgenden Tagen hält die Hausse an, am 13. Februar springt der Dax das erste Mal über in seiner Geschichte über die 11.000-Punkte-Marke. Damit sollte die Rekordjagd aber gerade erst beginnen.

16.März 2015

Bereits wenige Wochen nach der Eroberung der 11.000-Punkte steht ein weiterer Meilenstein der Dax-Geschichte auf der Börsen-Agenda. Der Leitindex klettert zum ersten Mal über 12.000 Punkte. Weder der Konflikt in der Ostukraine noch der sich immer weiter zuspitzende Schuldenstreit scheinen die Börsenteilnehmer groß zu stören. Sie kaufen Aktien und befeuern die Hausse.

14. Juni 2017

In Erwartung einer positiven Zinsentscheidung der US-Notenbank knackt der Dax das erste Mal im Laufe seiner Geschichte die 12.900 Punkte und erreicht schließlich sein Allzeithoch von 12.921 Punkten. Schon in den Monaten zuvor hatte der Dax im Anschluss an den Erfolg des europafreundlichen Politikers Emmanuel Macron bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich seinen Höchststand mehrfach verbessert.

Die Energieminister Saudi-Arabiens und Russlands, Chalid al-Falih und Alexander Nowak, hatten am Montag in Peking erklärt, zur Stabilisierung der Ölpreise sollte die Ende November beschlossenen und zunächst bis Juni befristeten Förderkürzungen bis März nächsten Jahres beibehalten werden. "Wir sind allerdings skeptisch, dass sich Russland aktiv daran beteiligen wird", schrieben die Analysten der Commerzbank. "Außerdem dürfte die Disziplin der OPEC-Länder im Jahresverlauf bröckeln, da diese ansonsten Marktanteile an Nicht-OPEC-Länder verlieren."

An der New York Stock Exchange wechselten rund 850 Millionen Aktien den Besitzer. 2198 Werte legten zu, 708 gaben nach und 164 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,83 Milliarden Aktien 1931 im Plus, 947 im Minus und 197 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 3/32 auf 100-9/32. Die Rendite stieg auf 2,343 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 12/32 auf 99-25/32 und rentierte mit 3,012 Prozent.

Von

rtr

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