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09.07.2014

00:23 Uhr

Börse New York

Wall Street geht auf Talfahrt

Vor der beginnenden Berichtssaison nahmen US-Anleger am Dienstag ihre Gewinne mit. An der Wall Street fielen die Kurse – sogar der Dow rutschte unter 17.000 Punkte. Besonders gebeutelt wurde die Luftverkehrsbranche.

An der Wall Street warten die Händler auf die US-Berichtssaison. ap

An der Wall Street warten die Händler auf die US-Berichtssaison.

New YorkAus Angst vor Enttäuschungen in der anstehenden US-Bilanzsaison haben die Anleger an den New Yorker Aktienmärkten am Dienstag Kasse gemacht. Händler sprachen von Verkäufen auf breiter Front.

"Die Erwartungen an die Unternehmen sind extrem hoch, und viele fragen sich nun, ob die Konzerne tatsächlich so gute Geschäfte gemacht haben", fasste ein Marktteilnehmer die Stimmung zusammen. Schließlich habe es in jüngster Zeit schon die ein oder andere Gewinnwarnung gegeben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent tiefer mit 16.906 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,7 Prozent auf 1963 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,4 Prozent auf 4391 Stellen.

In Frankfurt ging der Dax 1,4 Prozent tiefer auf 9772,67 Punkten aus dem Handel. Damit schloss der deutsche Leitindex unter der charttechnisch wichtigen Marke von 9800 Zählern und so niedrig wie seit dem 23. Mai nicht mehr. Dies sei für viele Anleger ein Verkaufssignal, sagte ein Händler. Der EuroStoxx50 büßte ebenfalls 1,4 Prozent auf 3184,38 Punkte ein. Die Berichtssaison berge Enttäuschungspotenzial, warnte CMC-Markets-Analyst Andreas Paciorek.

Mit dem Quartalsbericht des Aluminiumkonzerns Alcoa stand nach US-Handelsschluss der traditionelle Auftakt der Bilanzsaison an. Alcoa gilt als ein Barometer für die Konjunkturentwicklung in der weltgrößten Volkswirtschaft. Die Alcoa-Aktien schlossen nach einem unsteten Handel 0,7 Prozent im Plus.

Air France-KLM bringt Fluglinien unter Druck

Eine Senkung der Prognose von Air France-KLM setzte die Luftverkehrswerte unter Druck. Der Kurs der französisch-niederländischen Airline brach in Paris knapp neun Prozent ein. Die Aktien von Delta Air Lines verbilligten sich in New York um 1,2 Prozent, die Dividendenpapiere von Southwest Airlines um 1,7 Prozent.

"Die Gewinnwarnung kurz vor den für die Branche wichtigen Sommermonaten drückt die Stimmung der Investoren und bestätigt, dass die vergangenen drei Monate für die Branche generell schwierig waren", sagte Aktienhändler Tom Robertson von Accendo Markets. "Sollte es in den kommenden Monaten nicht zu einer Belebung kommen, würde das bedeuten, dass fundamental etwas nicht stimmt."

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