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01.04.2013

22:32 Uhr

Börse New York

Wall Street geht die Puste aus

Der Dow-Jones-Index hat wegen schwacher US-Industriedaten an Fahrt verloren. Während Tesla Motors mit Gewinnerwartungen unter Anlegern für Begeisterung sorgte, lastet die ungewisse Zukunft auf den Kursen von Dell.

An der Wall Street gab es keine dramatischen Schwankungen. ap

An der Wall Street gab es keine dramatischen Schwankungen.

New YorkDer Wall Street ist nach ihrem kraftvollen Quartalsendspurt die Puste ausgegangen. Das schwache Wachstum der US-Industrie überraschte zum Wochen-, Monats- und Quartalsauftakt die Anleger. Doch auch Gewinnmitnahmen lasteten auf den Börsenbarometern, nachdem der S&P 500 erst am Donnerstag ein neues Allzeithoch erreicht hatte.

Die ungewisse Zukunft des Euro-Landes Zypern rückte in New York zudem wieder stärker in den Blickpunkt der Börsianer, die nach dem langen Feiertagswochenende aber vorerst auf Impulse aus Europa verzichten mussten: Hier blieben die Märkte wie auch in Frankfurt am Ostermontag geschlossen.

Der Dow-Jones-Index ging nahezu unverändert bei knapp 14.573 Punkten aus dem Handel. Im Verlauf pendelte er zwischen 14.531 und 14.606 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 sank um 0,45 Prozent auf 1562 Stellen. Der Nasdaq-Index gab 0,9 Prozent auf 3239 Zähler ab. Am Donnerstag hatte der S&P seinen Rekord aus dem Jahr 2007 geknackt. Im zurückliegenden Quartal konnten zudem sowohl S&P als auch Dow und Nasdaq deutlich zulegen.

Nach diesen Erfolgen beschäftigte die US-Anleger am Montag vor allem, dass das Wachstum der heimischen Industrie im März überraschend an Schwung verloren hat. Der US-Einkaufsmanager-Index sank laut dem Institute for Supply Management (ISM) im vergangenen Monat auf 51,3 Punkte nach 54,2 Zählern im Februar. Ökonomen hatten dagegen einen Verbleib bei 54,2 Punkten erwartet. Das Barometer liegt aber weiter über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert.

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"Die ISM-Zahl wird falsch interpretiert", sagte deshalb Tim Ghriskey, Chef-Investmentstratege der Solaris Group in New York. Die Nachricht aus der Industrie sehe schlecht aus, obwohl sie eigentlich gut sei. Der Rückgang der Aktienkurse sei wohl eher darauf zurückzuführen, dass Marktteilnehmer nach den jüngsten Gewinnen Kasse machten.

Insgesamt kamen aus der US-Wirtschaft am Montag uneinheitliche Signale, weil die Bauausgaben im Februar unerwartete deutlich gestiegen sind. Allerdings ist eine erstarkende Wirtschaft nicht automatisch ein Kaufsignal für die Aktienmärkte, weil Börsianern damit auch ein Ende der willkommenen Fed-Konjunkturprogramme drohen könnte.

Zweifellos für Begeisterung unter den Anlegern sorgte am Montag Tesla Motors. Der Hersteller von Elektroautos hat in Aussicht gestellt, erstmals seit einem Jahrzehnt in die Gewinnzone fahren zu können. Die Aktien des Daimler-Partners stiegen um knapp 16 Prozent.

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Die Limousine Model S hat sich besser verkauft als erwartet.

Apple musste dagegen einen Kursrückgang von 3,1 Prozent hinnehmen. Mit dem Fidelity Contrafund unter der Leitung des angesehenen Geldmanagers Will Danoff wendet sich einer der größten Investoren immer stärker von dem iPhone-Produzenten ab. Der Fonds verringerte seinen Apple-Anteil in den ersten zwei Monaten des Jahres um zehn Prozent. In der Rangfolge der größten Contrafund-Engagements fällt Apple damit auf Platz zwei hinter Google zurück. Google-Papiere lagen fast 0,9 Prozent im Plus.

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Der Konkurrenzkampf der Smartphone-Hersteller schlägt sich an den Aktienmärkten nieder.

Die ungewisse Zukunft des Computerherstellers Dell setzte dem Aktienkurs des Unternehmens zu. Dell kritisierte die Pläne des an einer Übernahme interessierten Großinvestors Carl Icahn und der Beteiligungsgesellschaft Blackstone als zu riskant. Dell-Papiere verbilligten sich um 0,2 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 570 Millionen Aktien den Besitzer. 912 Werte legten zu, 2058 gaben nach und 122 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,47 Milliarden Aktien 666 im Plus, 1774 im Minus und 111 unverändert.

Von

rtr

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