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28.02.2013

22:41 Uhr

Börse New York

Wall Street geht nach Rally die Puste aus

Trotz guter Konjunktur-Signale gab die Wall Street am Donnerstag ab. Besonders bitter endete der Handelstag für das Schnäppchenportal Groupon, dessen Aktien fast einen Viertel ihres Wertes verloren.

US-Chairman Ben Bernanke: Die Aussagen des US-Notenbankchefs können die Kurse an den Märkten entscheidend beeinflussen. AP/dpa

US-Chairman Ben Bernanke: Die Aussagen des US-Notenbankchefs können die Kurse an den Märkten entscheidend beeinflussen.

New York
Eine zweitägige Rally an der Wall Street wurde am Donnerstag beendet. „Der Markt wartet nach den starken Kursveränderungen ab“, sagte Adam Sarhan, Chef von Sarhan Capital in New York. Die Investoren hielten sich mit großen Engagements zurück. Es fehlten schlicht Impulse, fügte Kevin Caron von Stifel, Nicolaus & Co hinzu.

Dabei kamen am Donnerstag positive Signale vom Arbeitsmarkt und zur Entwicklung der US-Konjunktur. Doch diese lägen im Trend und seien keine Überraschung, so dass sie bereits einkalkuliert seien, erklärte Caron. Immerhin konnte Fed-Chef Ben Bernanke die Märkte weiter mit seinem Bekenntnis zur lockeren Geldpolitik erfreuen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen 14.050 und 14.149 Er schloss 0,2 Prozent leichter mit 14.054 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 0,1 Prozent auf 1514 Stellen ein. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,1 Prozent nach auf 3160 Punkte. Im Februar verbuchte der Dow damit ein Plus von 1,4, der S&P von 1,1 und die Nasdaq von 0,6 Prozent. In Frankfurt schloss der Dax 0,9 Prozent fester bei 7741 Punkten.

Das sind Qualitätsaktien wert

Coca Cola

Marktkapitalisierung: 168 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 3 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 17,5

Kursentwicklung (1 Jahr): + 8,4 Prozent

Heinz

Marktkapitalisierung: 23 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 2,9 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 20,5

Kursentwicklung (1 Jahr): + 32,7 Prozent

L'Oreal

Marktkapitalisierung: 67 Milliarden Euro

Dividendenrendite: 2,2 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 21,6

Kursentwicklung (1 Jahr): + 28,3 Prozent

LVMH

Marktkapitalisierung: 67,5 Milliarden Euro

Dividendenrendite: 2,4 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 17,5

Kursentwicklung (1 Jahr): + 5,6 Prozent

McDonalds

Marktkapitalisierung: 94 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 3,4 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 16,2

Kursentwicklung (1 Jahr): - 6,1 Prozent

Nestlé

Marktkapitalisierung: 204 Milliarden Franken

Dividendenrendite: 3,5 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 17,5

Kursentwicklung (1 Jahr): + 13 Prozent

Procter & Gamble

Marktkapitalisierung: 209 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 3 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 18,8

Kursentwicklung (1 Jahr): + 17,9 Prozent

SAP

Marktkapitalisierung: 70 Milliarden Euro

Dividendenrendite: 1,6 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 17,1

Kursentwicklung (1 Jahr): + 21,2 Prozent

Starbucks

Marktkapitalisierung: 40 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 1,5 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 25,3

Kursentwicklung (1 Jahr): + 12,2 Prozent

Unilever

Marktkapitalisierung: 88 Milliarden Euro

Dividendenrendite: 3,5 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 17,4

Kursentwicklung (1 Jahr): + 14,3 Prozent

Wal Mart

Marktkapitalisierung: 232 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 2,3 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 14,1

Kursentwicklung (1 Jahr): + 10,9 Prozent

Walt Disney

Marktkapitalisierung: 100 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 1,2 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 16,2

Kursentwicklung (1 Jahr): + 33,2 Prozent

Kritisch sahen die Anleger die schwierige Regierungsbildung im Euro-Schuldenland Italien, auch wenn Präsident Giorgio Napolitano bei einem Besuch in Berlin Zuversicht verbreitete. Zudem hatten die Investoren die drohenden US-Haushaltskürzungen fest im Blick, die sie bei Kaufentscheidungen zögerlicher werden ließen.

Der IWF warnte, er müsse im Fall der automatischen Streichungen Wachstumsprognosen nicht nur für die USA auf den Prüfstand stellen. Sollte die Politik in Washington zu keinem Etat-Kompromiss finden, werden am Freitag automatisch Ausgabenposten in Milliardenhöhe dem Rotstift zum Opfer fallen - und dies in einer Zeit, in der sich die US-Wirtschaft wieder zu berappeln scheint.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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So sanken die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stärker als erwartet. Außerdem schrumpfte die US-Wirtschaft im vierten Quartal doch nicht, wie am Donnerstag aus der korrigierten Schätzung des Handelsministeriums hervorging. Allerdings reichte es nur zu einem Mini-Wachstum von 0,1 Prozent.

Bei den Einzelwerten ging es für die Aktien des Handelsriesen J.C. Penney fast 17 Prozent abwärts. Das Unternehmen hatte am Mittwoch einen massiven Einbruch der Umsatzerlöse bekanntgegeben.

Auf den Verkaufslisten standen auch die Anteilsscheine des Online-Schnäppchenportals Groupon. Die Aktien stürzten 24 Prozent in die Tiefe, nachdem das Unternehmen enttäuschende Quartalszahlen vorgelegt hatte.

An der New York Stock Exchange wechselte rund eine Milliarde Aktien den Besitzer. 1518 Werte legten zu, 1446 gaben nach und 119 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von fast zwei Milliarden Aktien 1201 im Plus, 1247 im Minus und 108 unverändert.

Von

rtr

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