Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.10.2012

22:47 Uhr

Börse New York

Wall Street geht zurückhaltend in die Berichtssaison

Der New Yorker Aktienmarkt hat am Montag mit Kursverlusten geschlossen. Die Wachstumsschwäche in China zieht Börsen nach unten. Börsianer befürchten schwache Unternehmenszahlen.

Händler an der New York Stock Exchange. Der trübe Ausblick der Weltbank sorgt für Kursverluste. AFP

Händler an der New York Stock Exchange. Der trübe Ausblick der Weltbank sorgt für Kursverluste.

New YorkKurz vor Beginn der Berichtssaison ist die Wall Street mit leichten Verlusten in die neue Woche gestartet. Auch schwache Konjunkturaussichten für Ostasien und vor allem China belasteten den Handel am Montag. Allerdings wurden wegen eines Feiertags nur wenig Aktien gehandelt, zudem waren die Anleihemärkte geschlossen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsende mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 13.583 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Leitbarometer zwischen 13.552 und 13.610 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1455 Punkten, ein Abschlag von 0,35 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,8 Prozent und ging mit 3112 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt schloss der DAX mit 7291 Zählern und 1,4 Prozent im Minus.

Dividende vs. Bond: Das sind die Dividendenkönige

Dividende vs. Bond

Das sind die Dividendenkönige

Anleihe oder Aktie eines Unternehmens? Wir zeigen, welche Konzerne mehr Dividende ausschütten als ihre Bonds Rendite abwerfen. Eine Übersicht.

Den Auftakt der Berichtssaison macht am Dienstag der Aluminiumhersteller Alcoa. Der Konzern dürfte nach Einschätzung von Börsianern einen erheblich niedrigeren Gewinn als vor einem Jahr ausweisen. Die Papiere des Unternehmens schlossen nahezu unverändert bei 9,12 Dollar. "Wir erwarten wenig Überraschungen bei den Ergebnissen. Es wird überall nach unten gehen", brachte Scott Wren von Wells Fargo Advisers die Ansicht vieler Investoren auf den Punkt.

Auf der makroökonomischen Seite sorgten die nach unten revidierten Wachstumserwartungen für China für schlechte Stimmung. Die Weltbank senkte die Wachstumsprognose für die Volksrepublik für dieses und nächstes Jahr. Es bestehe das Risiko, dass das Schwächeln der größten Volkswirtschaft Asiens länger anhalten könnte als bislang von Analysten erwartet, erklärte die Institution. "Angesichts des Ausblicks der Weltbank verhält sich der Markt defensiv", sagte Andre Bakhos von Lek Securities in New York.

Bei den Einzelwerten standen die Aktien von Apple auf den Verkaufslisten der Börsianer. Das Papier verbilligte sich um gut zwei Prozent. Kurz nach Markteinführung des neuen iPhones meldete Apples wichtigster Zulieferer Foxconn erneut Probleme in einem chinesischen Werk.

Der größte US-Krankenversicherer UnitedHealth plant eine milliardenschwere Übernahme in Brasilien. So erwägt der Konzern, 90 Prozent an dem brasilianischen Krankenversicherer und Krankenhausbetreiber Amil Participacoes für knapp fünf Milliarden Dollar zu kaufen. Börsianer quittierten dies mit einem Kursplus bei UnitedHealth von 0,8 Prozent.

Die Opel-Mutter General Motors konnte die Börsianer von ihren Absatzzahlen im September in China nicht überzeugen. Die Aktie des Autobauers gab 0,9 Prozent nach.

Stark gefragt mit einem Plus von mehr als zehn Prozent waren indes die Anteilsscheine von Netflix, nachdem Morgan Stanley die Aktie der Online-Videothek heraufgestuft hatte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 460 Millionen Aktien den Besitzer. 1171 Werte legten zu, 1769 gaben nach und 135 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,18 Milliarden Aktien 852 im Plus, 1563 im Minus und 124 unverändert.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×