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28.06.2013

22:55 Uhr

Börse New York

Wall Street gibt nach

Verschnaufpause an der Wall Street. Die Anleger zeigten sich zwar noch immer nervös, die größte Anspannung nach dem Fed-Schreck schien aber überwunden. Bei den Einzelwerten stand Blackberry im Mittelpunkt.

US-Händler können nur hilflos zuschauen. Anleger nutzen die starke Kursentwicklung der vergangenen Tage, um Gewinne zu realisieren. ap

US-Händler können nur hilflos zuschauen. Anleger nutzen die starke Kursentwicklung der vergangenen Tage, um Gewinne zu realisieren.

Die Wall Street hat nach ihrer Drei-Tages-Rally eine Verschnaufpause eingelegt. Die Woche, den Juni und das Quartal schlossen die Indizes dagegen überwiegend mit Gewinnen ab. Im ersten Halbjahr stieg der S&P 500 um 12,6 Prozent - so viel wie in einem solchen Zeitraum seit 1998 nicht mehr.

Zur Bilanzpflege am Quartalsende nutzen zahlreiche Anleger am Freitag aber die jüngste Kurserholung für Gewinnmitnahmen, nachdem ihnen die US-Notenbank Federal Reserve in den vergangenen Tagen etwas die Ängste vor einem baldigen Ende der lockeren Geldpolitik nehmen konnte. Ein überraschender Quartalsverlust brockte dem angeschlagenen Smartphone-Pionier Blackberry einen Kurseinbruch ein.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 15.034 und einem Tief von 14.884 Punkten. Er schloss mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 14.909 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 0,4 Prozent auf 1606 Stellen ein.

Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging minimal fester bei 3403 Punkten aus dem Handel. Auf Wochensicht legte der Dow 0,7 Prozent zu, der S&P 0,9 und die Nasdaq 1,4 Prozent. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax 0,4 Prozent schwächer bei 7959 Punkten ins Wochenende.

In New York zeigten sich die Anleger noch immer nervös, obwohl die größte Anspannung nach dem Fed-Schreck überwunden schien. Notenbankchef Ben Bernanke hatte in der vergangenen Woche das Signal für eine geldpolitische Wende gegeben und die Märkte damit in Turbulenzen gestürzt. Mehrere Fed-Vertreter relativierten in den vergangenen Tagen aber die Äußerungen ihres Chefs und konnten so die Wogen etwas glätten. "Wir beruhigen uns langsam ein bisschen, nachdem es zuletzt ganz schön hoch herging", sagte Rex Macey von Wilmington Trust. Die Marktteilnehmer versuchten aber immer noch, sich einen Reim auf die Fed-Botschaften zu machen.

Bei den Einzelwerten stand Blackberry im Mittelpunkt. Der kanadische Smartphone-Hersteller rutschte in seinem am 1. Juni beendeten ersten Geschäftsquartal wieder in die Verlustzone. Blackberry selbst hatte in Aussicht gestellt, die Gewinnschwelle zu erreichen. Auch im laufenden Vierteljahr befürchtet das Unternehmen rote Zahlen. Die in New York notierten Aktien büßten ebenso wie die in Kanada gelisteten Papiere mehr als ein Viertel ihres Wertes ein.

Auch an der NYSE gerieten Technologiepapiere unter Druck. Grund dafür seien enttäuschende Unternehmenszahlen, sagten Händler. Besonders kritisch sahen die Anleger Accenture, deren Anteilsscheine gut zehn Prozent in die Tiefe rauschten. Sie rissen auch den Rivalen IBM mit sich, hier beschränkte sich das Minus aber auf 2,3 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,8 Milliarden Aktien den Besitzer. 1519 Werte legten zu, 1477 gaben nach und 102 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 3,3 Milliarden Aktien 1326 Titel im Plus, 1180 im Minus und 82 unverändert.

Von

rtr

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