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10.11.2011

17:19 Uhr

Börse New York

Wall Street hält sich im Plus

Bei den US-Börsen dreht sich alles um Europa: Die Aussicht auf eine neue italienische Regierung und fallende Renditen für Bonds sorgen für einen freundlichen Handelsbeginn. Auch der US-Arbeitsmarkt wirkt unterstützend.

Die Nachrichten zur europäischen Schuldenkrise bestimmen die US-Indizes. dapd

Die Nachrichten zur europäischen Schuldenkrise bestimmen die US-Indizes.

New YorkDie Aussicht auf eine neue Regierung in Italien hat an der Wall Street erstmal für Erleichterung gesorgt. Händler berichteten am Donnerstag von Käufen italienischer Anleihen durch die EZB, was am Rentenmarkt ebenfalls positiv aufgenommen wurde. Die Renditen italienischer Bonds fielen auf unter sieben Prozent zurück. Am Vortag waren sie auf den höchsten Stand seit der Einführung des Euro 1999 gestiegen und hatten den US-Börsen den schlechtesten Tag seit Mitte August eingebrockt. „Es dreht sich wieder einmal alles um Europa“, sagte Peter Jankovskis, Investmentstratege bei OakBrook Investments.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte musste kurz nach Handelsbeginn einen Teil seiner Gewinne wieder abgeben. Aktuell notiert er bei 11.836 Punkten 0,4 Prozent im Plus. Der breiter gefasste S&P-500 notiert mit 1.233 Punkten 0,3 Prozent über Vortagesniveau, der Index der Technologiebörse Nasdaq nahezu unverändert bei 2622 Stellen. Unterstützend wirkten neueste Daten zum US-Arbeitsmarkt. Vergangene Woche stellten so wenige Amerikaner erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe wie seit Anfang April nicht mehr.
Die Zahl sank um 10.000 auf 390.000, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten mit einem unveränderten Wert gerechnet. „Diese Daten aus den USA sind gut, aber sie können nicht verdrängen, dass das übergeordnete Thema an der Börse Europa ist“, fügte Jankovskis hinzu. Auch in Europa hielt das Hickhack um neue Regierungen in Italien und Griechenland die Anleger in Atem. In Griechenland einigte man sich inzwischen auf den früheren EZB-Vizepräsidenten Lukas Papademos als Chef der Übergangsregierung.
Bei den Einzelwerten stand Cisco im Mittelpunkt. Der weltgrößte Netzwerkausrüster hat für das laufende Quartal eine überraschend optimistische Prognose ausgegeben. Die Aktien kletterten sechs Prozent. Nach Börsenschluss werden Quartalszahlen des Technologiekonzerns Nvidia erwartet. Zuletzt hatte sich die Expansion in den lukrativen Smartphone-Markt für den Chiphersteller ausgezahlt. Die Papiere legten 2,4 Prozent zu.

Von

rtr

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