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06.12.2011

22:58 Uhr

Börse New York

Wall Street hofft auf Entscheidungen bei EU-Gipfel

Die US-Börsianer warten auf den Durchbruch in der Schuldenkrise. Sie gehen davon aus, dass die alte Welt nun noch entschiedener in der Krise durchgreifen wird. Dow und S&P 500 legten leicht zu. Der Nasdaq verlor.

An der Wall Street stellt die europäische Schuldenkrise einmal mehr die wenigen US-Unternehmensnachrichten in den Schatten. dpa

An der Wall Street stellt die europäische Schuldenkrise einmal mehr die wenigen US-Unternehmensnachrichten in den Schatten.

New YorkDie Wall Street ist am Dienstag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Leichten Gewinnen beim Dow-Jones-Index der Standardwerte und dem breiter gefassten S&P500 standen Verluste bei der Technologiebörse Nasdaq gegenüber.

Die Schuldenkrise in der Euro-Zone stand einmal mehr im Fokus der Börsianer. Anleger agierten zwar vorsichtig, zeigten sich aber zuversichtlich, dass beim Krisengipfel am Freitag eine Lösung gefunden wird. Die Warnung der Ratingagentur Standard & Poor's, die Bonität Deutschlands und 14 anderer Länder der Euro-Zone herabzustufen, könnte aus Sicht der Investoren die Länder zum Handels zwingen und somit den Durchbruch bringen.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,4 Prozent höher bei 12.150 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Leitindex zwischen 12.076 und 12.215 Stellen. Der S&P-500 legte 0,1 Prozent auf 1258 Zähler zu. Der Index der Nasdaq fiel um 0,2 Prozent auf 2649 Punkte.

Wie der Wall-Street-Handel lief

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In Frankfurt schloss der Dax im Minus und verlor knapp 1,3 Prozent auf 6029 Punkte. Zur Beruhigung der Börse trug auch ein Vorabbericht der „Financial Times“ bei, dem zufolge über eine Stärkung der Euro-Rettungsfonds diskutiert wird. Reuters hatte zuvor gemeldet, EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy habe die Möglichkeit erörtert, den Stabilitätsmechanismus zu ertüchtigen. Börsianer zeigten sich bemüht, die neuen Nachrichten von S&P herunterzuspielen. „Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass jemand von weiteren möglichen Herabstufungen an der europäischen Front total überrascht wäre“, sagte Ryan Detrick von Schaeffers Investment Research in Cincinnati.

Der Warnschuss von S&P dürfte die Europäer zu einer umfassenden Lösung zwingen, gab sich auch Peter Jankovskis von OakBrook Investment aus Illinois zuversichtlich. Bislang sei von der Euro-Zone wenig Substanzielles zur Beilegung der Krise gekommen. Andere Experten erklärten, die Märkte hätten eine Herabstufung bereits eingepreist. Die europäische Schuldenkrise drängte die wenigen Unternehmensnachrichten in den Hintergrund.

GE stach heraus. Die Papiere legten um 2,4 Prozent zu, nachdem der Konzern dank guter Prognosen und einer möglichen Dividendenerhöhung auf „Outperform“ hochgestuft wurde. Die EU-Kommission fordert einem Medienbericht zufolge weitere Zugeständnisse für eine Zustimmung zur milliardenschweren Fusion von Deutscher Börse und Nyse. Die Aktien der Nyse reagierten mit leichten Aufschlägen von 0,4 Prozent. Die Papiere von 3M Corp legten aufgrund eines positiven Ausblicks für 2012 um 1,5 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 800 Millionen Aktien den Besitzer. 1498 Werte legten zu, 1476 gaben nach und 106 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,5 Milliarden Papieren 1079 Titel im Plus, 1405 im Minus und 144 unverändert.

Von

rtr

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