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10.05.2012

22:33 Uhr

Börse New York

Wall Street kämpft sich ins Plus

Nach sechs Verlusttagen liegen die US-Indizes am Donnerstag im Plus. Spekulationen um eine Regierungsbildung in Griechenland sorgen für Auftrieb. Die Papiere des weltgrößten Netzwerkausrüsters Cisco belasten.

Händler an der Wall Street: Spekulationen um Griechenland, sowie positive US-Konjunkturdaten kommen bei den Anlegern gut an. dapd

Händler an der Wall Street: Spekulationen um Griechenland, sowie positive US-Konjunkturdaten kommen bei den Anlegern gut an.

New YorkNach einer Verlustserie wegen der Euro-Krise haben Schnäppchenjäger die Kurse an der Wall Street am Donnerstag nach oben gezogen. Händler sagten, viele Anleger sähen nach der Talfahrt die Gelegenheit für einen Neueinstieg gekommen. Positiv nahmen Börsianer die Zusicherung von Euro-Zonen-Vertretern auf, Griechenland Hilfen bis zur Bildung einer Regierung zu gewähren. In Athen keimte Hoffnung auf das Zustandekommen eines handlungsfähigen Bündnisses auf. Ein trüber Cisco-Ausblick belastete die Technologiebörse Nasdaq.

"Wir waren überverkauft", sagte etwa Jerry Harris von der Vermögensverwaltung Sterne Agee. "Die Probleme in Europa sind zwar nicht verschwunden, aber sie kommen in Wellen und jetzt ebbt gerade die letzte Welle ab." Zu dem verhaltenen Optimismus trugen auch Konjunkturdaten bei - die Zahl der Arbeitslosen-Anträge ging zurück. Im Außenhandel verzeichneten die USA zuletzt Rekordwerte beim Import und Export. Dabei weitete sich allerdings das an den Märkten mit Argwohn beobachtete Handelsbilanzdefizit aus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent fester mit 12.855 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen 12.820 und 12.931 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei knapp 1358 Stellen, ein Plus von 0,3 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging kaum verändert mit 2933 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt schloss der Dax 0,7 Prozent fester bei 6518 Stellen.

Der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco schürte mit einem zaghaften Ausblick auf das laufende Vierteljahr die Angst vor sinkenden Investitionen. Besonders die Schuldenkrise in Europa macht Cisco Sorgen, weil sich Kunden mit ihren Ausgaben zurückhalten. Cisco-Aktien rauschten angesichts dieser Skepsis mehr als zehn Prozent in die Tiefe.

Der von der deutschen Milliardärsfamilie Reimann kontrollierte Parfümhersteller Coty wirbt mit einer verbesserten Offerte um den angeschlagenen US-Kosmetik-Konzern Avon. Coty erhöhte sein Angebot auf 24,75 Dollar von 23,25 Dollar je Aktie auf insgesamt 10,65 Milliarden Dollar. Börsianer waren jedoch offenbar nicht von dem Gelingen der Übernahme überzeugt: Avon-Aktien gaben mehr als drei Prozent nach und kosteten 20,89 Dollar.

Wie der Wall-Street-Handel lief

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Einer der größten Gewinner waren die Aktien von News Corp. Der Medien-Konzern verdiente mehr als erwartet und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von fünf Milliarden Dollar an. Die Börse honorierte dies mit einem Kursplus von 4,9 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 780 Millionen Aktien den Besitzer. 1862 Werte legten zu, 1102 gaben nach und 136 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,99 Milliarden Aktien 1435 im Plus, 1040 im Minus und 133 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

11.05.2012, 10:24 Uhr

Wall Street ist eine Lachpille geworden. In den letzten Jahren ist das Volumen um 50% abgerutscht und der ganze Markt wird nur noch von Computeroperatoren der Fonds geleitet. Der elektronische Handel war der Anfang vom Ende der Börsen weltweit. Jetzt manipulieren die Grossbanken und Fonds mit den Bailouts der Steuerzahler den Markt, den Sparer für ihre Altersabsicherung nutzen wollen. Wie pervers soll's denn noch werden?

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