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21.01.2014

23:44 Uhr

Börse New York

Wall Street kann Gewinne nicht halten

Nach einem freundlichen Börsenstart haben die US-Börsen am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Die Angst vor einer vorzeitigen erneuten Reduzierung des Anleihekaufvolumens durch die Fed drückt die Kurse.

Am Montag waren die US-Börsen geschlossen. Erst heute betreten die Händler wieder das Börsenparkett. ap

Am Montag waren die US-Börsen geschlossen. Erst heute betreten die Händler wieder das Börsenparkett.

New YorkDie Anleger haben am Dienstag an der Wall Street vorsichtig agiert. Es war der erste Handelstag der Woche, nachdem die US-Börsen am Montag wegen des Martin-Luther-King-Days geschlossen blieben. Die Bilanzsaison, die Fahrt aufgenommen hat, stand neben dem Interesse von Lenovo an einer Server-Tochter von IBM im Mittelpunkt. Als Spielverderber machten einige Händler den Internationalen Währungsfonds (IWF) aus. Er hatte zwar die Prognosen für die Weltwirtschaft angehoben, doch zugleich davor gewarnt, dass insbesondere in der Euro-Zone schnell aus der geringen Inflation eine Deflation werden könne.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 16.520 und einem Tief von 16.316 Punkten. Er schloss nach einem zunächst freundlichen Auftakt 0,3 Prozent tiefer auf 16.414 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg dagegen 0,3 Prozent auf 1843 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,7 Prozent auf 4225 Punkte zu. In Frankfurt ging der Dax mit 9730 Punkten zwar 0,15 Prozent im Plus aus dem Handel. Doch ließ er damit sein am frühen Nachmittag erreichtes neues Allzeithoch von 9794 Zählern weit hinter sich.

Bei den Einzelwerten ließen die Aktien von Verizon Communications 1,3 Prozent Federn, obwohl der Quartalsumsatz des Telekomanbieters stärker als erwartet gestiegen war. Zugleich gewann das gemeinsam mit Vodafone betriebene Joint-Venture Verizon Wireless mehr Mobilfunk-Kunden.

Besser als prognostiziert fiel der Quartalsbericht des Pharmakonzerns Johnson & Johnson aus. Anleger waren trotzdem nicht überzeugt und verkauften. Das Papier gab um 1,1 Prozent nach.

Ebenfalls im Fokus standen IBM-Aktien, die rund ein Prozent nachgaben. Der weltgrößte IT-Dienstleister sollte nach Börsenschluss Einblick ins abgelaufene Quartal geben. Zugleich wurde bekannt, dass Lenovo die Server-Tochter von IBM kaufen könnte.

Deutlich aufwärts ging es für die in New York gelisteten Blackberry -Papiere. Sie verteuerten sich nach einer Hochstufung um mehr als neun Prozent. Auch Alcoa profitierten von einer Höherstufung durch eine große US-Bank. Die Anteilsscheine des Aluminiumkonzerns verbesserten sich um knapp sieben Prozent.

Der Einstieg des Hedgefonds-Managers Daniel Loeb bei Dow Chemical hievte die Aktien des US-Chemiekonzerns um 6,6 Prozent nach oben. Nach einem Reuters vorliegenden Brief an Investoren will Loeb, dass sich das Unternehmen von seiner Petrochemie-Sparte trennt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 750 Millionen Aktien den Besitzer. 2011 Werte legten zu, 1056 gaben nach und 106 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,02 Milliarden Aktien 1614 im Plus, 976 im Minus und 132 unverändert.

Von

rtr

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