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12.05.2015

00:50 Uhr

Börse New York

Wall Street kommt kaum vom Fleck

Langfristige Kursentwicklung ist an der Börse derzeit nicht möglich – auch in den USA nicht. Die prekäre Situation in Griechenland prägt den Handel an der Wall Street. Der Dow Jones bewegt sich leicht nach unten.

US-Händler an der Wall Street sehen einen enttäuschend Wochenstart des Dow Jones. ap

Börse New York

US-Händler an der Wall Street sehen einen enttäuschend Wochenstart des Dow Jones.

New YorkEine mögliche Pleite Griechenlands und das schwächelnde Wachstum in China haben zum Wochenauftakt den Handel an der Wall Street geprägt. Nach den kräftigen Kurszuwächsen vom Freitag im Zuge guter Arbeitsmarkt-Daten hielten sich Anleger nun wieder etwas zurück, sagten Händler.

Für Unruhe sorge der nach wie vor ungelöste Schuldenstreit zwischen Griechenland und seinen Geldgebern. Auch aus China kamen für die USA keine positiven Impulse. Chinas Notenbank senkte am Sonntag zum dritten Mal binnen sechs Monaten den Leitzins. Damit will sie der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt nach den USA auf die Sprünge helfen.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,5 Prozent auf 18.105 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab ebenfalls 0,5 Prozent auf 2105 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 0,2 Prozent auf 4993 Stellen. Am Freitag hatten die Indizes rund ein Prozent zugelegt. In Europa ging der Dax mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 11.673,35 Punkten aus dem Handel. Der EuroStoxx50 verlor 0,7 Prozent auf 3.624,41 Zähler.

In den USA lagen bei den Einzelwerten vor allem Energietitel im Fokus. Sie gaben wegen der Talfahrt des Ölpreises nach. Grund waren Spekulationen auf eine Ausweitung der Förderung in den USA. Die US-Ölsorte WTI verbilligte sich um 0,25 Prozent. Das zog Energiekonzerne mit nach unten. So verloren Exxon Mobil 1,7 Prozent, Chevron 1,2 Prozent und ConocoPhilips knapp drei Prozent.

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Auf Wochensicht sieht das Börsen-Bild düster aus. Viele Unternehmen enttäuschen die hoch gesteckten Erwartungen; selbst gute Bilanzen ziehen nicht. Doch einige Aktien überraschen mit erstaunlicher Performance.

Zu den größten Verlierern im S&P 500 sowie an der Nasdaq gehörten die Aktien von Apple mit einem Minus von einem Prozent. Einer Studie der Marktexperten IDC zufolge ist die Nachfrage auf dem weltweit größten Absatzmarkt China zu Jahresbeginn erstmals seit sechs Jahren gesunken.

Bei den Gewinnern spielten Fusionen eine große Rolle. Die Aktien von Rosetta Resources sprangen um 27 Prozent. Der Öl- und Gasproduzent Noble Energy will den Rivalen für rund zwei Milliarden Dollar übernehmen.

Zulily profitierten von dem Einstieg von Alibaba , die sich mit neun Prozent an dem Online-Einzelhändler beteiligten. Zulily stiegen um fünf Prozent. Alibaba verloren 0,4 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 690 Millionen Aktien den Besitzer. 1071 Werte legten zu, 1983 gaben nach und 126 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,71 Milliarden Aktien 1442 im Plus, 1303 im Minus und 139 unverändert.

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An den US-Kreditmärkten gaben die Kurse ebenfalls nach. Anleger erhofften sich von einer Reihe von Konjunkturdaten in dieser Woche Aufschlüsse über die Lage der US-Wirtschaft. "Manche sind da im Vorfeld einfach risikoscheu", sagte ein Analyst. Deshalb warfen sie Bonds aus ihren Depots. Zudem kämen im Laufe der Woche neue US-Papiere im Wert von 64 Milliarden Dollar auf den Markt. Die zehnjährigen Staatsanleihen fielen um 1-06/32 auf 97-16/32. Sie rentierten mit 2,28 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 2-22/32 auf 89-11/32. Die Rendite kletterte auf 3,05 Prozent.

Von

rtr

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