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20.06.2014

00:05 Uhr

Börse New York

Wall Street kommt nach Rally kaum vom Fleck

Zunächst durch die positiven Arbeitsmarktdaten angetrieben, ging der Wall Street zum Handelsschluss die Puste aus - die Werte kamen kaum vom Fleck. Blackberry-Aktien schossen nach der Bilanzvorlage aber in die Höhe.

Händler in New York: Arbeitsmarktdaten helfen dem Dow Jones, doch die Luft wird immer dünner. dpa

Händler in New York: Arbeitsmarktdaten helfen dem Dow Jones, doch die Luft wird immer dünner.

New YorkDie US-Börsen haben sich am Donnerstag nach der Rally an den vergangenen vier Handelstagen kaum vom Fleck bewegt. Zwar verbreiteten zunächst neue Daten vom Arbeitsmarkt weiteren Optimismus. Nach anfänglichen Kursgewinnen erhöhte sich jedoch die Zahl der Skeptiker und machte die Gewinne wieder weitgehend wett. Auf den Verkaufszetteln standen unter anderem viele Einzelhandelswerte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,1 Prozent auf 16.921 Punkte, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 16.858 und 16.923 Zählern geschwankt hatte. Der breiter gefasste S&P-500 legte ebenfalls 0,1 Prozent zu auf 1959 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq dagegen sank um 0,1 Prozent auf 4359 Stellen. In Frankfurt ging der Dax 0,7 Prozent höher bei 10.004,00 Zählern aus dem Handel.

Geldanlage: So sparen die Deutschen

Platz 10

Festverzinsliche Wertpapiere: 8 Prozent
Bei den Geldanlagen der Deutschen gibt 2014 laut einer TNS-Umfrage deutliche Unterschiede zum Vorjahr. Mehr als 2000 Bürger über 14 Jahren nahmen an der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts zum Sparverhalten der Deutschen teil.
Quelle: Verband der privaten Bausparkassen

Platz 9

Aktien: 14 Prozent

Patz 8

Investmentfonds: 20 Prozent

Platz 7

Riester-Rente: 22 Prozent

Platz 6

Immobilien: 25 Prozent

Platz 5

Kurzfristige Geldanlagen: 32 Prozent

Platz 4

Renten- und Kapital-LV: 35 Prozent

Platz 3

Sparen auf Girokonto: 37 Prozent

Platz 2

Bausparvertrag: 37 Prozent

Platz 1

Sparbuch und Spareinlagen: 51 Prozent

Die beliebteste Geldanlage ist mit 51 Prozent zwar immer noch das Sparbuch. Es verzeichnete im Vergleich zu 2013 jedoch einen Rückgang um vier Prozentpunkte.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der vergangenen Woche mit 312.000 etwas geringer als erwartet. Das unterstreiche, dass die US-Wirtschaft gut unterwegs sei, sagten Händler. Keith Bliss von Cuttone & Co gab jedoch zu Bedenken: "Die Daten sind ziemlich gut, aber wir stecken hier seit einiger Zeit fest. Konjunkturdaten werden nicht der Auslöser sein, um diesen Markt auf stratosphärische Höhen zu treiben."

Unter den größten Gewinnern des Tages waren die Aktien des Smartphone-Herstellers Blackberry. Sie schossen um zehn Prozent in die Höhe, weil der angeschlagene Konzern seinen Verlust unerwartet deutlich eindämmte. Auch der Supermarkt-Betreiber Kroger konnte mit seiner Bilanz überzeugen und wurde dafür mit einem Kursanstieg von fünf Prozent belohnt. Dagegen stürzten die Aktien des Rivalen Coach um neun Prozent ab, weil der Konzern einen enttäuschenden Geschäftsausblick lieferte.

Papiere von American Apparel legten sieben Prozent zu. Der Bekleidungs-Hersteller setzte seinen Gründer Dov Charney als Chef des Verwaltungsrates ab und will zudem versuchen, ihm auch das Amt des Firmenchefs zu entziehen. Eine ehemalige Mitarbeiterin wirft Charney sexuellen Missbrauch vor.

Um gut drei Prozent abwärts ging es indes mit Papieren von Rite Aid. Der Gewinn der drittgrößten US-Drogeriemarktkette war im Quartal um mehr als die Hälfte eingebrochen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,65 Milliarden Aktien den Besitzer. 1717 Werte legten zu, 1301 gaben nach und 148 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,84 Milliarden Aktien 1181 im Plus, 1445 im Minus und 141 unverändert.

An den US-Kreditmärkten sorgte eine enttäuschende Emission von 30-jährigen Staatsanleihen für lange Gesichter. Deshalb fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 3/32 auf 98-28/32. Sie rentierten mit 2,63 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 29/32 auf 98-7/32 und hatten eine Rendite von 3,47 Prozent.

Von

rtr

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