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29.08.2012

22:34 Uhr

Börse New York

Wall Street legt bei dünnem Handel leicht zu

Trotz guter Wirtschaftsdaten bleiben die US-Anleger in Deckung. Vor der Notenbankkonferenz Ende dieser Woche will keiner auf dem falschen Fuß erwischt werden. Die US-Börsen notieren dementsprechend verhalten.

Die US-Anleger warten auf die Rede von Fed-Präsident Ben Bernanke. AFP

Die US-Anleger warten auf die Rede von Fed-Präsident Ben Bernanke.

New YorkWenige Tage vor der mit Spannung erwarteten Rede von Fed-Chef Ben Bernanke bei dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole haben sich an der Wall Street am Mittwoch Händler nur zaghaft aus der Deckung gewagt. "Jeder wartet und schaut sich um. Der Markt ist extrem ruhig und langweilig, und die Volumen im Keller", fasste Mike Gibbs, Chefstratege von Morgan Keegan, die Stimmung zusammen. Investoren hoffen darauf, dass der Notenbank-Chef Ende der Woche eine dritte Runde der geldpolitischen Lockerung (Quantitative Easing 3) in den USA einläutet. Doch bevor über den Kurs der Fed mehr Klarheit herrsche, bestimme Zurückhaltung den Markt, sagten Experten. Positive Daten vom US-Immobilienmarkt sorgten für leichte Gewinne.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsende kaum verändert bei 13.107 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Leitbarometer zwischen 13.081 und 13.144 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1410 Punkten, ein Plus von knapp 0,1 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,13 Prozent und ging mit 3081 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt ging der Dax in einem dünnen Handel mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 7010 Punkten aus dem Handel. Auch dort warteten die Anleger auf den Auftritt Bernankes.

Neue Konjunkturdaten brachten kaum weitere Aufschlüsse über das Verhalten der Notenbank. Die US-Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal mit einer Jahresrate von 1,7 Prozent und damit so stark wie am Markt erwartet. Wie an den europäischen Börsen blieb auch in New York das Handelsvolumen in dieser Woche ungewöhnlich gering. Die Investoren wollten vor dem Treffen der großen Notenbanken in Jackson Hole nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden, sagte Chris Bertelsen, Chef von Global Financial Private Capital. Zu Beginn des dritten Quartals wuchs die US-Wirtschaft laut dem Konjunkturbericht der Fed im Juli und Anfang August leicht.

Zu den größten Gewinnern zählte die WellPoint -Aktie. Sie legte mehr als sieben Prozent zu, nachdem Konzernchefin Angela Braly ihren Posten räumen musste. Investoren sind zunehmend unzufrieden mit der Entwicklung des Gesundheitsversicherers.

Die zuletzt erneut auf ein Rekordhoch gestiegene Apple -Aktie verlor dagegen 0,2 Prozent. In Berlin stellte Konkurrent Samsung das weltweit erste Smartphone vor, das die aktuelle Mobil-Software von Microsoft einsetzt. Ein US-Gericht hatte im Patenstreit von Samsung und Apple erklärt, über ein dauerhaftes Verkaufsverbot von Smartphones des koreanischen Rivalen frühestens Anfang Dezember zu entscheiden.

H.J. Heinz -Anteilsscheine verbilligten sich um 2,3 Prozent, obwohl der Ketchup-Hersteller dank besserer Geschäfte in den Schwellenländern im abgelaufenen Quartal einen höheren Gewinn einfahren konnte. Allerdings war das Ergebnis im Grundsatz schon am Dienstag bekanntgeworden und hatte die Aktie auf ein 13-Jahres-Hoch getrieben. Bessere Ergebnisse in den USA und Australien sowie Preiserhöhungen und eine günstige Steuerquote kamen dem Unternehmen ebenfalls zugute, das seinen Gewinn um 14 Prozent auf 258 Millionen Dollar steigerte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 510 Millionen Aktien den Besitzer. 1767 Werte legten zu, 1152 gaben nach und 150 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,28 Milliarden Aktien 1466 im Plus, 965 im Minus und 124 unverändert.

Von

rtr

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