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14.02.2018

00:00 Uhr

Börse New York

Wall Street legt leicht zu

Am Tag vor Veröffentlichung der US-Inflationsdaten sind viele Marktteilnehmer zurückhaltend: Die großen US-Indizes schließen mit Gewinnen.

Sollte die Inflation geringfügig höher ausfallen, dürfte dies die Spekulationen auf steigende Zinsen schüren und zu weiteren Kursverlusten führen. UPI/laif

Händler an der New Yorker Börse

Sollte die Inflation geringfügig höher ausfallen, dürfte dies die Spekulationen auf steigende Zinsen schüren und zu weiteren Kursverlusten führen.

New YorkVor der mit Spannung erwarteten Veröffentlichung neuer Inflationsdaten haben die US-Börsen am Dienstag leicht zugelegt. Die Marktteilnehmer wollten nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden, sagten Börsianer.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,2 Prozent höher auf 24.640 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verbesserte sich um 0,3 Prozent auf 2662 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 7013 Punkte.

Nach der schwächsten Woche seit zwei Jahren mit einem Verlust von fünf Prozent haben die Indizes zwar bis Montagabend etwa drei Prozent wieder gutgemacht. Doch so richtig überzeugend finden viele Börsianer das nicht: „Wir haben gestern eine eindrucksvolle Erholung gesehen, aber wir sind noch nicht über den Berg“, sagte Andre Bakhos vom Brokerhaus New Vines Capital. Händlern zufolge sind am Tag vor der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten viele Marktteilnehmer zurückhaltend.

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Sollte die Teuerung geringfügig höher ausfallen, dürfte dies die Spekulationen auf steigende Zinsen schüren und zu weiteren Kursverlusten führen, so ein Börsianer. Experten erwarten, dass die Verbraucherpreise in den USA im Januar um 1,9 Prozent zum Vorjahr zugelegt haben. Damit dürfte die Inflation niedriger als im Dezember ausfallen und Sorgen der Investoren dämpfen.

Die Furcht vor steigenden Zinsen hatte die Aktienmärkte in der vergangenen Woche einbrechen lassen. Daher kommt den Preisdaten dieses Mal ein besonders hoher Stellenwert zu.

Bei den Einzelwerten ragten Under Armour mit einem Aufschlag von über 17 Prozent heraus. Der zuletzt mit Gegenwind kämpfende US-Sportartikelhersteller hatte im Schlussquartal 4,6 Prozent mehr umgesetzt.

Die Aktien von Thomson Reuters fielen um 0,4 Prozent. Konzernchef Jim Smith wurde am Montag nach Firmenangaben in ein Krankenhaus eingewiesen. Thomson Reuters hatte im Januar den Verkauf der Mehrheit seiner umsatzstärksten Sparte an den US-Investor Blackstone bekanntgegeben.

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Eine mögliche Großfusion in der Apothekenbranche und ein Bericht über den Einstieg von Amazon in die Belieferung von Krankenhäusern hielten die Anleger auf Trab. Das „Wall Street Journal“ berichtete, der Internet-Händler wolle in den USA Krankenhäuser und Tageskliniken mit medizinischen Bedarfsartikeln versorgen.

Außerdem sei die größte US-Drogeriekette Walgreens an einer Komplettübernahme des Arzneimittelgroßhändlers AmerisourceBergen interessiert. Eine Reihe von Aktien großer pharmazeutischer Betriebe geriet daraufhin unter Druck. So fielen McKesson, Cardinal Health und Owen & Minor um 1,9 bis 4,8 Prozent. Lediglich die Aktien von AmerisourceBergen zogen um etwa neun Prozent an. Amazon-Scheine verteuerten sich um zwei Prozent.

In Frankfurt schloss der Dax mit 12.196 Zählern 0,7 Prozent niedriger und auf seinem Tagestief. Der EuroStoxx50 verlor ebenfalls. An der New York Stock Exchange wechselten rund 810 Millionen Aktien den Besitzer. 1659 Werte legten zu, 1265 gaben nach und 142 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Milliarden Aktien 1724 im Plus, 1168 im Minus und 251 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten bei ruhigem Handel in engen Spannen zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 6/32 auf 99-9/32. Die Rendite sank auf 2,8312 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 11/32 auf 97-22/32 und rentierte mit 3,1184 Prozent.

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rtr

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